„Laterkusen“ hat den Meister-Blues

von Redaktion

Bayer verzweifelt bei Schlusslicht Bochum

Da war‘s passiert: Bochums Koji Miyoshi erzielt das 1:1 gegen Leverkusen. © Inderlied/dpa

Bochum – Wie so oft in den letzten Wochen suchten Lukas Hradecky und seine Mitspieler nach Erklärungen. „Woran das liegt? Keine Ahnung!“, sagte der Kapitän von Bayer Leverkusen nach dem bitteren 1:1 (1:0) beim VfL Bochum. Elf Punkte nach Führung verspielt, nur ein Sieg aus den vergangenen sechs Pflichtspielen und nicht mal ein sicher eingeplanter Dreier beim abgeschlagenen Tabellenletzten – beim Meister macht sich mehr und mehr Verzweiflung breit.

Spätes Ausgleichstor schockt die Alonso-Truppe

„Das ist ein herber Schlag, ein Scheißtag. Da fehlen mir ehrlicherweise die Worte“, sagte Hradecky. Schon wieder schafften es seine Vorderleute nicht, eine Führung auszubauen oder zumindest über die Zeit zu retten. Die in der Vorsaison als „Laterkusen“ abgefeierte Werkself schlägt sich derzeit mit ihren eigenen Waffen. Der Bochumer Ausgleich von Koji Mishoyhi in der 89. Minute sei von der Entstehung her zwar „immens unglücklich“ (Hradecky), aber am Ende sei das Zweikampfverhalten in solchen Situationen einfach zu „soft“, betonte Trainer Xabi Alonso. Seine Truppe sei derzeit und besonders am Samstag „einfach nicht gut genug“ gewesen.

Bayer hat Meister-Blues, nicht mehr das Siegesfeuer aus der Double-Saison. Platz vier, neun Punkte hinter Bayern München: Ist die Mission Titelverteidigung schon nach zehn Spielen abgehakt? „Momentan ist der Unterschied da zwischen den Bayern und uns. Effektivität, Einstellung, eine Mischung von allem? Vielleicht ist das die Antwort“, so Hradecky. Alonso wollte sich wie so oft nicht mit der Tabelle beschäftigen. „Das ist nicht meine Sorge“, sagte der Baske.
SID

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