Darum darf Dreesen bleiben

von Redaktion

Rekordzahlen und sportlicher Erfolg helfen: Bayerns Vorstandschef bis 2027 im Amt bestätigt

Bleibt im Amt: Bayerns Geschäftsführer Jan-Christian Dreesen. © IMAGO

München – Zwar kann man Vorstandschef Jan-Christian Dreesen als ostfriesische Frohnatur bezeichnen, doch viel Grund zum Lachen hatte der 57-Jährige im vergangenen halben Jahr nicht: Erst fiel der CEO des FC Bayern wegen der zu hohen finanziellen Abfindung für Ex-Trainer Thomas Tuchel bei einigen Aufsichtsräten in Ungnade, zwischenzeitlich stand er in seiner Rolle als DFL-Präsidiumsmitglied wegen der Vergabe des TV-Rechtepakets mit in der Kritik, und vor wenigen Wochen wurde der Zeitschriften-Wurf nach einer Mitarbeiterin publik (wir berichteten über sämtliche Vorfälle).

Trotzdem haben sich die Granden im Gremium um Präsident Herbert Hainer, Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am Montag dazu entschlossen, mit Dreesen bis zum Jahr 2027 weiterzumachen.

Viel Kritik in den vergangenen sechs Monaten

„Jan-Christian Dreesen hat den Vorstandsvorsitz in einer schwierigen Phase übernommen und die FC Bayern München AG in kurzer Zeit wieder in ruhigeres Fahrwasser geführt. Diesen Weg wollen wir gemeinsam fortsetzen“, sagt Hainer und erklärt: „Wir sind sicher, dass er der Richtige ist, um zusammen mit seinen Vorstandskollegen Michael Diederich und Max Eberl die anstehenden Herausforderungen anzugehen und die hochgesteckten Ziele des FC Bayern zu erreichen.“

Trotzdem sollen sich Hainer und seine Kollegen im Aufsichtsrat nach Informationen unserer Zeitung mit Profilen potenzieller CEO beschäftigt haben, um diese auch mit Dreesen vergleichen zu können.

Hellmann, Gomez, Bierfhoff – viele Namen kursieren

Über prominente Namen wurde im Zuge dessen eifrig spekuliert: von Red-Bull-Boss über den ehemaligen DFL-Geschäftsführer Christian Seifert oder Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann bis hin zum ehemaligen DFB-Direktor Oliver Bierhoff. In der Branche kursierte ebenfalls der Name des ehemaligen Bayern-Torjägers Mario Gomez, der aktuell als Technischer Direktor der Red-Bull-Fußballsparte tätig ist.

Welche Namen tatsächlich besprochen wurden, ist öffentlich nicht bekannt. Der Blick des deutschen Rekordmeisters richtet sich jetzt ohnehin nach vorne: Mit Jan-Christian Dreesen an der Spitze. Der alte und neue CEO äußerte sich wie folgt zur Entscheidung: „Der FC Bayern ist für mich seit jeher eine Herzensangelegenheit. Ich möchte zusammen mit meinen Kollegen im Vorstand meinen Beitrag dazu leisten, damit der FC Bayern bleibt, was er ist: sportlich und wirtschaftlich einer der absoluten Top-Clubs in Europa mit großartiger bayerischer Tradition sowie höchsten nationalen und internationalen Ansprüchen.“
M. BONKE, P. KESSLER

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