Hoffen auf das dreiköpfige Monster

von Redaktion

Bayern-Baskets in Istanbul noch ohne Zugang Bitim

Der Antreiber: Shabazz Napier. © IMAGO

Istanbul – Für den Trip nach Istanbul nahmen sich die Basketballer des FC Bayern Zeit. Zum Abschluss-Training bat Trainer Gordon Herbert seine Profis noch in der Heimat. Erst 14.40 Uhr hob der Münchner Tross in Richtung Bosporus ab und bezog am fortgeschrittenen Abend, nach längerer Bustour durch die türkische Metropole, sein Quartier. Unweit von der Arena, in der heute (18.45 Uhr) mit dem Auftritt bei Fenerbahce Istanbul der nächste große Stresstest für die neue Münchner Leistungsfähigkeit folgt.

Nicht mit an Bord war erwartungsgemäß Neuzugang Onuralp Bitim. Offiziell muss der türkische Forward, der auf Leihbasis bis mindestens zum Ende der Euroleague-Spielzeit just von Fenerbahce kam, noch auf seine Spielberechtigung warten. Doch es ist leicht vorstellbar, dass der Tabellenzweite der Euroleague das Leihgeschäft mit der Bedingung verknüpfte, dass Bitim erst nach der Partie zu seinen neuen Kollegen stoßen wird. Am Donnerstag gegen Alba Berlin könnte das anders aussehen.

Aber das wird für die Bayern verschmerzbar sein. Der deutsche Doublesieger wird auch im nächsten Topspiel der Euroleague vor allem auf sein „dreiköpfiges Monster“ der letzten Wochen setzen. Auf Topscorer Carsen Edwards, den formstarken Center Devin Booker – wie Edwards übrigens von Fenerbahce zu den Bayern gewechselt. Und auf den zunehmend aufblühenden Regisseur Shabbazz Napier, der sich in den letzten Wochen vor allem als Crunchtime-Experte erwiesen hatte. Als ein Spieler also, der in den Schlussminuten die entscheidenden Aktionen beisteuern kann.

Gute Argumente, um die schwarze Serie von zuletzt fünf Niederlagen in Serie gegen die Türken zu beenden. Gelingt es, dann hätten die Bayern ihren Startrekord aus der Saison 2020/21 (7:2 Siege) eingestellt. An den wird sich auch ein Istanbuler Akteur bestens erinnern. Fenerbahce-Regisseur Wade Baldwin war seinerzeit noch in München aktiv.
RP

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