Am Bosporus reißt Bayerns Serie ab

von Redaktion

76:87 – Münchner Basketballer verlieren nach zuletzt fünf Siegen in Istanbul

Ein Lichtblick: Oscar da Silva (in Weiß). © Stickel

Der Matchwimer: Nigel Hayes-Davis (am Ball). © IMAGO

Istanbul – Der Neu-Münchner blieb noch irgendwo im Abseits. Onuralp Bitim pinselte auf der Tribüne der Istanbuler Arena Autogramme. Fernab vom Geschehen auf dem Parkett. Auf dem die Basketballer des FC Bayern ziemlich unsanft aus ihrem Höhenflug der vergangenen Woche gerissen wurden. Am Ende stand ein 76:87 (30:35) bei Fenerbahce Istanbul. In einem Spiel,. das auch ein bisschen aufzeigte, warum sich die Münchner Bitims Dienste unbedingt sichern wollten.

Unter Druck wird es dünn auf den Flügelpositionen, auf denen Vladimir Lucic und Niels Giffey wohl noch geraume Zeit fehlen werden. Und dann ist möglicherweise auch das „dreiköpfige Monster“ nicht genug. Das diesmal zu allem Überfluss nur ein zweiköpfiges war. Carsen Edwards ritt mit 24 Punkten zwar auf der Welle des Selbstvertrauens weiter. Ähnlich wie Devin Booker (20) – doch Shabazz Napier (3) konnte nicht an seine Vorstellungen der letzten Wochen anknüpfen.

Oscar da Silva (10) sprang zwar immerhin in die Bresche. Doch es war unter dem Strich zu wenig. Vor allem nach dem Wechsel, als Fenerbahce, dessen Trainer Sarunas Jasikevicius den Bayern zuletzt den „derzeit besten Basketball der Euroleague“ attestierte, in beiden Feldhälften zulegte. Vor allem dank Ex-NBA-Profi Nigel Hayes-Davis, der seine 25 Punkte allesamt nach dem Wechsel einsammelte. Bayern-Trainer Gordon Herbert nahm es mit Fassung. „Man muss ihnen ein Kompliment machen“, sagte er, „sie haben da sehr gut gespielt.“

Seine Bayern versuchten es, sie kämpften – und vertrauten vor allem auf Edwards. Doch am Ende war das nicht genug gegen Fenerbahce, das zuindest für eine Nacht die Spitze der Euroleague übernahm.

Und die Bayern den Blick schnell wieder in Richtung Heimat wendeten. Wo man schon am Donnerstag wieder im bislang unerstürmten SAP-Garden ran darf. Dann geht es gegen den nationalen Rivalen Alba Berlin.
RP

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