Steigt Katar bei Audi ein?

von Redaktion

Audi-Projektleiter Mattia Binotto. © Bratic/IMAGO

Ingolstadt – Mick Schumacher raus, Gabriel Bortoleto rein – seit vergangener Woche steht das Fahrerduo fest, mit dem Sauber-Audi 2025 in der Formel 1 an den Start gehen will. Nico Hülkenberg bekommt einen Brasilianer an die Seite gestellt, Projektleiter Mattia Binotto begründete das nach tz-Infos intern auch damit, dass zwei deutsche Piloten zu viel seien.

Aber warum? Viele Experten sahen Audi auf dem Weg zum rein deutschen Werksteam wie einst Mercedes. Dahinter steckt womöglich ein Deal mit den im Weltsport omnipräsenten Scheichs aus Katar! Teile des Team sollen an den Golfstaat verkauft werden. Der Tenor: In der aktuellen Krise der Automobilhersteller könne sich Audi kein teures Motorsport-Spielzeug leisten. Dem Vernehmen nach sollen die Kataris bereit sein, etwa eine Milliarde Euro in das Team zu investieren, das erst seit letztem Jahr zu 100 Prozent im Besitz von Audi ist.

Die Qatar Holding LLC ist ohnehin der drittgrößte Anteilseigner des Volkswagen-Konzerns, nach Porsche (53,3 Prozent) und dem Land Niedersachsen (20 Prozent). Mit dem F1-Einstieg wäre die Geschichte vom rein deutschen Team schon wieder beendet, bevor sie so richtig begann. Im September 2022 noch hatte der damalige Audi-Boss Markus Duesmann damit geworben – und genüsslich Mercedes geärgert. Denn den Stuttgartern gehört nur noch ein Drittel ihres einstigen Werksteams. Ein weiteres Drittel ist im Besitz von Teamchef Toto Wolff und noch mal 33 Prozent hat der englische Chemiegigant Ineos erworben.
RALF BACH

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