Trapp und Nagelsmann (li.) kennen sich schon sehr lange. © Imago (2)
Frankfurt – Nächster DFB-Lehrgang, nächstes Torwart-Theater. Diesmal in der Hauptrolle: Eintracht-Keeper Kevin Trapp. Der Frankfurter wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die anstehenden Länderspiele gegen Bosnien-Herzegowina und Ungarn nominiert – und macht seinem Ärger Luft. „Es gibt keinen Austausch. Es ist so, wie es ist. Das gilt es zu akzeptieren. Es gibt nichts mehr dazu zu sagen“, sagte Trapp und warf Nagelsmann mit dieser Aussage indirekt eine mangelnde Kommunikation vor.
Das wollte der Nationalcoach – der Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Alexander Nübel (VfB Stuttgart) und Stefan Ortega (Manchester City) mit ins aktuelle Aufgebot nahm – so nicht auf sich sitzen lassen: „Ich habe ja jetzt gelesen, dass Kevin Trapp die unfassbare Wahrheit über Julian Nagelsmann ans Licht gebracht, dass es keine Kommunikation gibt. Die gibt es mit keinem Torhüter, außer beim potenziellen Karriereende oder schweren Verletzungen, wie bei Marc-André ter Stegen oder Manuel Neuer.“
Für die Keeper-Kommunikation sei Torwart-Trainer Andreas Kroneberg verantwortlich. „Wenn ich das alles alleine machen würde, bräuchte ich auch keinen Mitarbeiter – auch dich nicht, Franzi“, sagte der Bundestrainer und deutete auf dem Podium auf Pressesprecherin Franziska Wülle: „Dann könnte ich die Namen auch selbst aufrufen. Jeder macht seinen Job, ich mache meinen, und Krone macht seinen.“ Gleichzeitig betonte Nagelsmann im Zuge der Causa Trapp, dass es sich lediglich um den Kaderplatz des dritten Keepers handle, den nach Janis Blaswich (33/RB Salzburg) nun eben der 32-jährige Ortega besetzen darf.
Im Rahmen der Oktober-Länderspiele gab es zuletzt bereits Zoff um Bernd Leno. Der Keeper des FC Fulham sagte eine Einladung aufgrund mangelnder Perspektive ab.
MANUEL BONKE