Das Objekt der Begierde: Der Sportpark in Unterhaching, in dem die SpVgg ihre Heimspiele austrägt. © IMAGO / Ulrich Wagner
Unterhaching – Der Verkauf des Fußballstadions am Sportpark durch die Gemeinde Unterhaching an die SpVgg ist erst einmal geplatzt. Wie die Gemeinde mitteilt, hat die Haching Sportpark GmbH den Notartermin zur Unterzeichnung des Kaufvertrags kurzfristig abgesagt. In der Sitzung am Mittwochabend setzte sich der Gemeinderat mit der neuen Situation auseinander. „Gleichzeitig wurden die Weichen dafür gestellt, den Spielbetrieb für die laufende Saison sicherzustellen“, erklärte Rathaussprecher Simon Hötzl.
Von Seiten der SpVgg Unterhaching wird betont, man wolle das Stadion weiterhin kaufen. Präsident Manni Schwabl (58) erklärte auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir haben den Termin ordnungsgemäß abgesagt, weil es zeitlich ein bisschen knapp war. So ein Kaufvertrag ist ja keine Vereinbarung von der Stange. Dabei sind viele Verwaltungsvorschriften einzuhalten. Das muss alles sorgfältig geprüft werden, von unseren Gremien, Anwälten, der finanzierenden Bank.“ Der Haching-Boss betont energisch: „Am Umstand an sich hat sich grundsätzlich aber nichts geändert. Die wollen weiter verkaufen, wir wollen kaufen – und so wird es am Ende auch kommen, wann genau, das werden wir sehen.“
Die SpVgg Unterhaching verhandelt seit knapp sechs Jahren mit der Gemeinde über den Kauf der Sportstätte und seiner umliegenden Flächen. Erst vor wenigen Wochen hatte der Gemeinderat dem ausgearbeiteten Kaufvertrag zugestimmt. Der Kaufpreis liegt bei gut 7,5 Millionen Euro.
SW, ULK