Fantastic Moon in Tokio
Tokio – Was der Start von Riems aktuell bestem Galopper Fantastic Moon am Sonntag im mit etwa 3,2 Millionen Euro dotierten Japan Cup bedeutet? Eigentlich sei das „unbeschreiblich“, meint Christian Sundermann, Münchener Mitglied der Besitzergemeinschaft Liberty Racing 2021, tut es dann aber doch – immerhin hat er das Rennen 2017 schon live in Tokio gesehen. Da am Sonntag über 100 000 Besucher auf der Rennbahn erwartet würden, „verteilt sich eineinhalbmal die ausverkaufte Allianz Arena an der langen Zielgeraden mit der riesigen sechsstöckigen Haupttribüne.“ Und „allein der Führring ist schon so groß umbaut wie ein gehobenes Drittligastadion mit fünfstelliger Zuschauerzahl“.
Fantastic Moon verabschiedet sich also auf der ganz großen internationalen Bühne von seiner Rennkarriere, ehe er vom kommenden Jahr an als Deckhengst im Gestüt Ebbesloh bei Gütersloh stationiert wird. Weil die Chancen des Vierjährigen angesichts der Top-Gegner kaum zu bestimmen sind, greift Sundermann auf den Wettmarkt zurück: Bei internationalen Buchmachern werde Fantastic Moon aktuell bei 18 möglichen Startern auf Rang neun gehandelt, was „realistisch ist“. Nur ein anderes deutsches Pferd tritt am Sonntag ebenfalls an, Goliath aus dem Besitz des Gestüts Schlenderhan, doch der diesjährige Ascot-Sieger wird in Frankreich von Francis Henry Graffard trainiert. Fantastic Moon befindet sich übrigens bereits seit vergangener Woche mit Trainerin Sarah Steinberg in Japan. Den dringend benötigten guten Boden wird der Hengst am Sonntag wohl vorfinden. Trotz leichten Regens werde das Wasser auf der Bahn gut abgeleitet, berichtete die Trainerin jetzt aus Fernost.
CW