DEL2: Shakehands-Eklat in Rosenheim

von Redaktion

Brandon Maxwell, Kassels Torhüter. © IMAGO/Wiedel

Rosenheim – Ein Gegenstoß im höchsten Tempo in Richtung gegnerisches Tor, verfolgt von einem Verteidiger, der von hinten noch anschiebt – dass es da zu einem Zusammenstoß mit dem Torhüter kommen kann, ist klar. Gerade bei der schnellsten Mannschaftssportart der Welt, dem Eishockey. So passiert beim Gastspiel der Starbulls in Kassel, als Rosenheims Stürmer Lukas Laub in Richtung Huskies-Torhüter Brandon Maxwell stürmte und mit diesem zusammenprallte. Laub wurde sofort danach von den Kasseler Spielern attackiert. Noch einigermaßen verständlich, weil der eigene Torhüter geschützt werden muss. Dass aber Maxwell nach dem Spiel beim Shakehands Laub die Nase blutig schlug, war völlig überflüssig und gehört sich einfach nicht. Laub fuhr noch mit einem Lächeln auf Maxwell zu, wollte sich wohl noch für den unabsichtlichen Zusammenstoß entschuldigen, als Maxwell durchdrehte. „Der Kasseler Torhüter war der beste Spieler, allerdings nur bis zum Shakehands“, sagte Rosenheim Trainer Jari Pasanen nach der 1:3-Niederlage in Kassel und hofft, „dass die Verantwortlichen der DEL2 darauf reagieren“.

Keine schöne Szene und auch ein paar Tage vorher mussten die Starbulls einen herben Rückschlag hinnehmen. Im Training verletzte sich Topskorer Norman Hauner, viertbester Torschütze der Liga und in der Form seines Lebens, bei einem unglücklichen Sturz in die Bande schwer an der Schulter. Von drei Monaten Zwangspause bis Saisonende gingen die Spekulationen über die Ausfallzeit des 32-jährigen Torjägers. Die Rosenheimer Verantwortlichen hoffen natürlich, dass Hauner zumindest zu den Playoffs wieder fit ist und spielen kann. Damit ist der Topsturm der Rosenheimer mit C.J. Stretch Lukas Laub und Norman Hauner auseinandergerissen. Ville Järveläinen (20 Spiele/1 Tor), der für Hauner in die erste Reihe rückte, zeigte sich zwar engagiert, aber weiterhin glücklos. Trotz guter Chancen blieb er torlos. Ohne Hauner gelangen den Starbulls in den zwei Wochenendspielen nur drei Tore, was allerdings trotzdem zu drei Punkten reichte, denn das Heimspiel gegen Selb vor 4257 Zuschauern gewannen sie mit 2:1.
HANS-JÜRGEN ZIEGLER

Artikel 1 von 11