Letzte Chance auf Rotation

von Redaktion

Gegen Heidenheim kommt es bei Bayern zum Torwartwechsel

Pavlovic (re.) könnte gegen Heidenheim in die Startelf rutschen, Kimmich (u.) & Co. wollen einen Sieg. © Ruiz, Bratic/Imago

Vincent Kompany könnte Thomas Müller wieder spielen lassen. © Hufnagel/Imago

Bayern-Coach Kompany (o.) muss auf Neuer (u.) verzichten und lässt Peretz im Tor ran. © IMAGO

München – Der 1. FC Heidenheim soll büßen. Nicht nur für Bayerns Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal am Dienstag gegen Leverkusen (0:1), sondern auch für das letzte Duell mit dem deutschen Rekordmeister in der Vorsaison. Am 28. Spieltag besiegte der Underdog aus Baden-Württemberg auf der Ostalb das Münchner Starensemble nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2. Es war ein weiterer finsterer Tag in der Ära von Trainer Thomas Tuchel, einer der vielen Ausrutscher, die in der Summe mit zu einem Ende der Serie an Deutschen Meisterschaften seit 2013 führte- Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) möchte der FC Bayern die Verhältnisse wieder geraderücken – voraussichtlich mit frischen Kräften.

Die größte Überraschung kündigt sich im Bayern-Tor an. Kapitän Manuel Neuer fehlte im Abschlusstraining. „Manu hat Rippenbeschwerden“, verriet Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz am Freitag. Der Torwart rammte im DFB-Pokal Leverkusens Jeremie Frimpong um, sah dafür die Rote Karte – und hat sich dabei offenbar auch selbst wehgetan. Ersetzt wird Neuer vom Israeli Daniel Peretz, der schon beim Pokalspiel eingesprungen war und sich bei seinem ersten Einsatz auf großer Bayern-Bühne bewähren konnte.

Offensiv muss Kompany neben Superstürmer Harry Kane (Muskelfaserriss im Oberschenkel) auch auf einen weiteren Angreifer verzichten. „Serge Gnabry ist ebenfalls nicht dabei“, sagte der Belgier.

Nach intensiven Wochen mit drei Spitzenspielen – gegen Paris (1:0), Dortmund (1:1) und Leverkusen – könnte zudem der ein oder andere Star gegen Heidenheim geschont werden.

Im Jahresendspurt sind die kriselnden Heidenheimer, die nur einen Punkt aus den letzten sieben Bundesliga-Spielen sammeln konnten und in der Bundesliga auf Platz 16, dem Relegationsrang, liegen, die letzte Chance, um im Bayern-Kader die Rotationsmaschine anzuwerfen. Am Dienstag (21 Uhr) in Gelsenkirchen gegen Schachtar Donezk – das ukrainische Team kann aus bekannten Gründen seine Spiele der Champions League nicht in der Heimat austragen – brauchen die Bayern unbedingt einen Sieg, um die Chance zu bewahren, sich direkt für das Achtelfinale der Königsklasse zu qualifizieren. Nach der Bundesliga-Auswärtspartie in Mainz (14. Dezember) kommt RB Leipzig am 20.12. zum letzten Spiel des Jahres in die Allianz Arena. Duelle, in denen Trainer Vincent Kompany nicht auf seine Topstars verzichten kann.

Neben Super-Dribbler und zuletzt auch Kopfballmonster Jamal Musiala, den Thomas Müller ersetzen könnte, dürfte auch Konrad Laimer ein Kandidat für Schonung im Spiel gegen Heidenheim sein. Möglich, dass Sacha Boey statt des Österreichers als Rechtsverteidiger startet, er hat nach einer längeren Verletzungspause noch nicht so viel Spielzeit in den Beinen. Aleksandar Pavlovic (zuletzt mit einem Schlüsselbeinbruch ausgefallen) hatte nach seinem überraschend frühen Kurz-Comeback (ab der 73. Minute) gegen Leverkusen angekündigt, so schnell wie möglich in die erste Elf zurückkehren zu wollen. Dann würde Verkaufskandidat Leon Goretzka. dessen Alltag sich zuletzt etwas erhellt hattem wieder der Bankplatz drohen.

Egal mit wem – Kompany und die Bayern möchten gegen den Conference-League-Teilnehmer standesgemäß siegen. Der Trainer will für die spezielle Mentalität seines Clubs stehen. Vincent Kompany mit fester Stimme: „Wir sind Erster in der Bundesliga und wollen das bleiben. Darin will ich meine ganze Energie stecken.“
PHILIPP KESSLER

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