Auch in Wisla erfolgreich: Pius Paschke (re.). © Momot/dpa
Wisla – Pius Paschke grinste cool, klatschte lässig mit Karl Geiger ab und marschierte wieder einmal ab zur Siegerehrung: Für den besten Spätstarter der deutschen Skisprung-Geschichte sind Podestplätze mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden. Am Samstag landete der 34 Jahre alte Oberbayer beim Premierensieg des Österreichers Daniel Tschofenig im polnischen Wisla auf Rang drei und behauptete mit seinem vierten „Stockerl“ in fünf Springen die Führung im Gesamtweltcup.
„Es war ein cooler Wettkampf. Ich habe mich wieder eingegroovt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es gibt aber noch ein bisschen was zu tun – es hört nicht auf“, sagte Paschke, dem auch Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD „einen tollen Job“ attestierte. Paschke, der „Uhrwerksspringer“, bleibt rund drei Wochen vor dem Beginn der Vierschanzentournee ein Muster an Verlässlichkeit – während die Etat-Stars wie Andreas Wellinger nach Konstanz suchen.
Elf Jahre hatte Paschke von seinem Weltcup-Debüt bis zum ersten Podestplatz im November 2023 benötigt. Rund zwölf Monate später steht er bei drei Siegen und vier weiteren Podestplätzen. Dass die DSV-Adler in jedem der fünf Saisonwettbewerbe einen Springer auf das Podest brachten, ist vor allem sein Verdienst.
Für die Teamkollegen lief es im ersten Wisla-Springen durchwachsen. Als zweitbester Deutscher bestätigte Geiger mit Platz acht seinen Aufwärtstrend. „Das ist meine Range, darauf kann ich aufbauen“, sagte der fünfmalige Weltmeister aus Oberstdorf. Andreas Wellinger musste sich mit Rang 22 begnügen.
SID