Tim Stützle muss weiter stark spielen, damit seine Ottawa Senators Chancen auf die Playoffs haben. © Troy Parla/AFP
Ottawa – Tim Stützle steuert in der NHL unaufhaltsam auf die 100-Punkte-Marke zu. Persönliche Meilensteine sind dem hochtalentierten Center der Ottawa Senators aber herzlich egal. Erst kürzlich lief der 22-Jährige zum 300. Mal in der NHL auf, wenig später ließ er seinen 100. Treffer folgen. Spielt der deutsche Eishockey-Nationalspieler weiter so stark auf, sind weitere, viel beachtete Marken in der besten Liga der Welt nur noch eine Frage der Zeit. Doch Stützle verschwendet daran keine Gedanken.
„Das wusste ich gar nicht, dass das so knapp ist“, sagte der mit 8,35 Millionen Dollar im Jahr bestbezahlte Ottawa-Spieler etwas verwundert zur nächsten 300er-Marke, der er sich mit großen Schritten nähert. Bei 281 Karriere-Scorerpunkten, aufgeteilt in 101 Tore und 180 Assists, steht Stützle in mittlerweile 312 NHL-Partien. Allein in dieser Saison gelangen ihm in 27 Spielen bereits 34 Punkte (zehn Treffer, 24 Vorlagen). Er könnte nach den 82 Hauptrundenspielen also womöglich die magische 100-Punkte-Marke knacken, zum ersten Mal in seiner Karriere.
Schon 2022/23 war Stützle mit 90 Zählern kurz davor. In der vergangenen Spielzeit folgte ein kleiner Rückschritt (70). Probleme an Schulter und Handgelenk beeinträchtigten den Stürmer. In dieser Saison soll der Ex-Mannheimer dazu beitragen, die Sens endlich wieder in die Play-offs zu führen. Seit 2016/17 haben die Kanadier nicht mehr in der Endrunde gespielt. Und auch heuer sieht es so aus, als würde Ottawa die heiße Saisonphase wieder verpassen. Nach gut einem Drittel der Hauptrunde belegen Stützle und Co. den fünften Platz in der Atlantic Division.
„Ich sehe mich als großen Teil der Mannschaft und deswegen auch als einen Teil davon, warum es noch nicht so funktioniert. Klar ist es frustrierend, aber es ist ein Prozess“, sagte Stützle: „Wir haben viele Spiele, in denen wir dominiert und einfach irgendwie keinen Weg gefunden haben, über 60 Minuten zu gewinnen. Ich glaube, dass da ein bisschen die Vergangenheit mit reinspielt.“ Doch Stützle bleibt positiv: „Es sind erst 27 Spiele gespielt, da ist noch viel Zeit, um nach vorne zu kommen.“
SID