(Fast) immer unter Strom: Gordon Herbert. © Barth/dpa
Monaco – Gordon Herbert sah erholt aus, fast schon frisch, als er sich am späten Montagvormittag per Videoschaltung aus Monaco zu Wort meldete. Ok, der Trainer der Basketballer des FC Bayern hatte den frühzeitigen Trip ans Mittelmeer, wo am Dienstag (19 Uhr) das knifflige Gastspiel bei der AS Monaco wartet, schon ein bisschen zum Auftanken genutzt. Ein bisschen Gewichteheben im hoteleigenen Fitnessraum, eine halbe Stunde in der milden Sonne bei knapp 20 Grad spazieren gehen.
Ungefähr so hatte es Herbert auch für sein Team vorgesehen. Kräfte tanken für einen kniffligen Endspurt zur Euroleague-Halbzeit. Mit Monaco und Mailand (Freitag) warten zwei Gegner, die zuletzt deutlich im Aufwind waren. Zweimal müssen die Bayern auswärts ran – was in dieser Saison bislang bei nur zwei Siegen aus bislang sieben Partien nicht unbedingt die Münchner Spezialdisziplin war. „Wir wollen uns dorthin entwickeln, eine 50:50-Auswärtsmannschaft zu sein“, sagte der Bayern-Coach.
Ansetzen müssen die Münchner dabei vor allem in der zuletzt auf Achterbahnfahrt befindlichen Defensive. In den meisten Spielen auf Reisen handelte man sich meist schnell Rückstände ein, denen man dann vergeblich hinterherlief. Zumindest gegen die Offensivwucht von Mike James und seine AS Monaco wird man sich das kaum erlauben dürfen.
Doch Herbert sieht seine Profis immerhin personell besser aufgestellt als über weite Strecken der Vorrunde. Verletzt ist derzeit nur noch Vladimir Lucic. Auch Kevin Yebo kam zuletzt immer besser in Fahrt. „Wir haben eine Konkurrenzsituation“, sagte der Trainer, „das ist gut.“ Ein Fragezeichen steht nur noch hinter der Aufbauspieler-Position. Mit Nick Weiler-Babb und Shabazz Napier hat man dort derzeit nur zwei statt der von Herbert geforderten drei. Zuletzt half Andi Obst allerdings erfolgreich aus.
RP