Korea kopiert Bayern

von Redaktion

Asiatischer Verband lässt sich inspirieren

Fiel positiv auf: Haching-Boss Schwabl. © IMAGO/Leifer

Voller Einsatz: Bayerns Koreaner Minaje Kim. © Imago

München – Mia san Südkorea: Bereits seit Monaten sucht der FC Bayern im Heimatland von Minaje Kim einen Kooperationspartner, um die besten Talente nach München zu locken. Rund um die Audi Summer Tour in Seoul wurden zahlreiche Kontakte geknüpft. Interessant: Im Rahmen der Korea-Recherche vor Ort ist auch der bayerische Fußball in den Fokus der Asiaten gerückt.

Wie unsere Zeitung erfuhr, war in den vergangenen Tagen ein Nachwuchsverantwortlicher des südkoreanischen Fußballverbands (KFA) im Freistaat. KFA möchte die eigenen Jugend-Ligen umstrukturieren und sich daher vom neuen U-17- und U-19-Format in Deutschland inspirieren lassen, das seit dieser Saison umgesetzt werden. Beide Ligen sind nun in jeweils zwei Saisonphasen aufgeteilt, eine Vor- und eine Hauptrunde. Es nehmen jeweils 64 Mannschaften teil. Darunter sind jeweils 58 Vereine mit Leistungszentren, die auch für die Folgespielzeiten qualifiziert sind, und acht Vereine ohne Leistungszentrum.

Um erste Erfahrungswerte zu hören, waren südkoreanische Verbandsvertreter beim bayerischen Fußballverband (BFV), dem FC Bayern, 1860 München und der SpVgg Unterhaching vor Ort. Zudem wurden am Rande der Spiele auch Eltern der Talente zu ihrer Meinung des neuen Nachwuchskonzepts des DFB befragt. Netter Nebeneffekt: Clubs und Verbände konnten über künftige Kooperationen sprechen. Besonders Unterhaching-Boss Manni Schwabl soll beim südkoreanischen Verbandsvertreter einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen haben.
PK, BOK

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