Le Grand Bornand – Im Schmuddelwetter der französischen Alpen verzichtete Franziska Preuß zunächst noch auf ihr neuestes Schmuckstück. Ihre Trainingsrunden drehte sie im ganz normalen Teamdress. „Ich freue mich, dass ich in Frankreich sogar Gelb-Rot im Sprint anhaben darf“, sagte die deutsche Top-Biathletin: „Das ist schon etwas Besonderes. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal anziehen darf.“ Dank ihres Traumstarts in die Saison wird es am Freitag (14.20 Uhr/ARD und Eurosport) im Sprint von Annecy-Le Grand Bornand soweit sein.
Nach ihrem Sieg in Hochfilzen führt die 30-Jährige nicht nur den Sprint-Weltcup an, sondern rangiert nach drei Podestplätzen in Serie auch im Gesamtweltcup mit 29 Punkten Vorsprung ganz oben. Das Interessante ist: Vom Punktedurchschnitt war Preuß bereits im Vorwinter gleichauf mit Topstar Lisa Vittozzi gewesen. Doch zehn verpasste Rennen waren zu viel. Das soll nun anders werden, nach einer Nasen-Op fühlt sie sich belastbarer. Doch ob es klappt oder nicht, die Biathleten genießen den Augenblick. „Jedes Rennen im Gelben“, frohlockte Sportchef Bitterling, „ist eine Zusatzfreude fürs ganze Team“.
SID