Zwischen Freude und Erleichterung

von Redaktion

DEB-Junioren bleiben in der A-Gruppe und wollen nun mehr

Der gestresste Trainer: Tobias Abstreiter. © IMAGO

Ottawa – Nach dem versöhnlichen WM-Abschluss waren die deutschen Eishockey-Junioren einfach nur gelöst. „Wir sind froh und erleichtert, dass wir uns den Verbleib in der Top-Division gesichert haben“, sagte DEB-Sportdirektor Christian Künast nach dem 4:3-Erfolg im Relegationsspiel gegen Kasachstan: „Unsere U20-Nationalmannschaft hat sich somit für die Turnierleistung belohnt, in der wir gerade während der Vorrunde viele gute Phasen gegen die Top-Teams bei dieser WM hatten.“

Für das Viertelfinale im kanadischen Ottawa hatte es dennoch nicht gereicht, wie im Vorjahr mussten die DEB-Junioren gegen den Abstieg spielen – und behielten erneut die Nerven. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, betonte Bundestrainer Tobias Abstreiter, nachdem sein Team einen 1:3-Rückstand in der kniffligen Partie noch gedreht hatte. Zweifel am guten Ausgang allerdings, das sagte der 17-Jährige Maxim Schäfer, habe man ohnehin nie gehabt. „Wir haben dennoch an uns geglaubt. Wir wussten, dass wir das holen.“

Gesagt, getan. Schäfer selbst steuerte gleich zwei Treffer bei (5., 24.), Nach ihm trafen auch Kapitän Edwin Tropmann (24.) und Julius Sumpf (45.) ins Schwarze und machten den so wichtigen Erfolg perfekt. Der Coach fand es tief beeindruckend. „Das beweist den großartigen Charakter der Mannschaft“, so Abstreiter.

Im kommenden Jahr soll es für die Junioren des Deutschen Eishockey-Bundes endlich auch mal mit der Runde der letzten Acht klappen. „Wir wollen mehr erreichen als nur die Relegation wie diesmal und in den Vorjahren“, sagte Künast.

Viel Lob kam natürlich auch aus der Heimat. Zum Beispiel vom Düsseldorfer Sportdirektor Niki Mondt. „Der Klassenerhalt ist brutal wichtig – und auch verdient, weil ich finde, dass sie eine sehr gute Weltmeisterschaft gespielt haben“, sagte er, „Heute war es in Betrachtung der ganzen WM verdient.“
SID

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