Freiburg – Torhüter Noah Atubolu war beim 3:2 (2:0)-Sieg des SC Freiburg gegen Holstein Kiel 85 Minuten lang mehr oder weniger beschäftigungslos – und dennoch einer der Hauptdarsteller. Erst leistete er sich eine fast folgenschwere Panne, dann zeigte er noch eine überragende Parade. Er gehe mit gemischten Gefühlen aus dieser Partie und hinein in die englische Woche der Fußball-Bundesliga, sagte Atubolu. Über die drei Punkte sei er „glücklich“, mit dem Spielverlauf aber nicht so ganz „happy“.
Der 22-Jährige steht auch in seiner zweiten Saison als Freiburger Stammkeeper unter besonderer Beobachtung. Die Lernkurve des U 21-Nationaltorhüters zeigt aber auch nach oben. Eine „tolle Entwicklung“ nehme Atubolu, sagte SC-Trainer Julian Schuster. Dass er trotz seines Malheurs noch so eine Leistung gezeigt habe, sei „keine Selbstverständlichkeit“, befand der Coach.
Es war eine jahresrückblickverdächtige Szene. Die Partie hatte gerade erst begonnen, da schoss Atubolu den heranstürmenden Kieler Phil Harres an. Der Ball flog in Richtung des SC-Gehäuses, der Torhüter rannte hinterher und wischte die Kugel gerade noch aus dem linken Eck. Er habe einen Tick zu lang überlegt, ob er den Ball kurz spiele, erklärte Atubolu die kuriose Aktion, für die er sich bei den Teamkollegen entschuldigte.
Eben jene Teamkollegen brachten den jungen Torwart in der Schlussphase gehörig in Bedrängnis. Sie hätten es „erwachsener runterspielen“ müssen, sagte Atubolu Dass es trotzdem zum Sieg reichte, war seiner überragenden Fußabwehr gegen Jann-Fiete Arp (90.+1) zu verdanken.
SID