IN KÜRZE

von Redaktion

Zufrieden: das deutsche Rodel-Team. © Michael/dpa

Ski: Odermatt in Stenmarks Spuren

Adelboden – Das Schweizer Ski-Idol Marco Odermatt ist in den Spuren des legendären Ingemar Stenmark zum nächsten Heimsieg in Adelboden gerast. Der Olympiasieger setzte sich vor Tausenden begeisterten Landsleuten am Chuenisbärgli vor seinem Teamkollegen Loic Meillard (0,20 Sekunden zurück) durch und holte sich dort den vierten Weltcup-Erfolg nacheinander. Das war beim „Riesen“ in Adelboden zuvor nur dem großen Schweden Stenmark (1979 bis 1982) gelungen. „Jeder Sieg ist auf seine Art speziell“, sagte Odermatt im Schweizer Fernsehen. Er habe sich schon mit Platz zwei abgefunden gehabt, „dank eines guten Zielhanges hat es dann doch gereicht. Ich hatte aber schon fast ein schlechtes Gewissen, ich hatte wieder Sau-Glück.“ Auch die deutschen Läufer hatten Grund zur Freude, gleich drei platzierten sich in den Punkterängen. Anton Grammel (+2,99) holte als 16. sein zweitbestes, Jonas Stockinger (+3,35) als 18. sogar sein bestes Weltcup-Ergebnis. Fabian Gratz (+4,60) belegte Platz 24, Stefan Luitz schied im ersten Lauf aus.

Aufwind: Langenhan und Loch vorne

Altenberg – Vor den Europameisterschaften in Winterberg sind die deutschen Rennrodlerinnen und Rennrodler wieder in besserer Form. Beim Heim-Weltcup in Altenberg trumpften Max Langenhan und Felix Loch mit einem Doppelerfolg im Männer-Einsitzer auf. Bei den Frauen schafften es Ex-Weltmeisterin Anna Berreiter und Merle Fräbel als Zweite und Dritte auf das Podest. Im Männer-Doppelsitzer landeten die Rekord-Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt nach ihrem 55. Weltcup-Sieg vor einer Woche in Sigulda diesmal auf Platz zwei. Bei den Damen schafften dieses Ergebnis Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal. Beim Team-Finale retteten die zweimaligen Weltmeisterinnen der deutschen Staffel mit einer beherzten Fahrt Rang zwei hinter Lettland.

Friedrich-Sieg ohne Wulff – Rivale zeitgleich

St. Moritz – Auch ohne seinen derzeit freigestellten Anschieber Simon Wulff hat Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich den Weltcup in St. Moritz gewonnen – zeitgleich mit Landsmann und Rivale Johannes Lochner. „Das war das, was wir uns nach der Woche vorgestellt haben“, sagte Friedrich: „Es war eine harte Woche mit diesen ganzen Thematiken um Simon. Jetzt setzen wir alles dran, so schnell wie es geht eine Lösung zu finden. Das Ding aus dem Weg zu räumen und zu prüfen, womit das zusammenhängt: Mehr kann man dazu aktuell nicht sagen“, sagte Friedrich mit Blick auf Wulff, der die Öffnung der B-Probe beantragt hat. Bei dem ehemaligen Leichtathleten hatte es bei einer Wettkampfkontrolle ein auffälliges Testergebnis gegeben.

Am Sonntag feierten die BSD-Damen sogar einen Dreifacherfolg. Kim Kalicki setzte sich mit Anschieberin Leonie Fiebig vor Olympiasiegerin Laura Nolte (Winterberg/+0,05 Sekunden) und Weltmeisterin Lisa Buckwitz (+0,42) durch.

Artikel 1 von 11