Piräus-Pleite überstanden

von Redaktion

FCB wieder an der Spitze

Aus den Fehlern gelernt: Das Team von Ex-Bundestrainer Gordon Herbert siegte souverän gegen Heidelberg. © IMAGO/Udo Herrmann

Heidelberg – Der FC Bayern München hat das Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga bei den MLP Academics Heidelberg souverän gewonnen und sich die Tabellenspitze zurückgeholt. Beim 87:59 (49:24) in der Mannheimer SAP Arena gelang dem in allen Belangen überlegenen deutschen Meister ein Start-Ziel-Sieg.

Nur 46 Stunden nach dem 69:112-Debakel in der Euroleague in Piräus bewiesen die Bayern Charakter. Von Beginn an dominierten sie die Partie, spielten konzentriert und hatten einen klaren Plan.

Cheftrainer Gordon Herbert war bei jener Partie am Freitagabend mit seiner Mannschaft hart ins Gericht gegangen. „Das ist peinlich! Wir verlieren jede Rebound-Situation“, motzte er während seiner letzten Auszeit. Es half nichts, die heftige Abreibung für seine Bayern-Basketballer in der EuroLeague war im Schlussviertel längst besiegelt.

Die 69:112-Klatsche bei Olympiakos Piräus sorgte nicht nur für erheblichen Frust, sie war zudem ein herber Dämpfer im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. „Wir hatten einen Fehlstart und später war es eine Lehrstunde“, bilanzierte Johannes Voigtmann noch am Freitagabend.

Zu viele Schwächen leistete sich der ersatzgeschwächte deutsche Meister gegen den Titelkandidaten, früh lagen die Gäste daher mit 18 Punkten zurück. „Wenn du gegen so ein Team die Bälle wegschmeißt, wie wir es getan haben, dann kommen sie ins Rennen. Das haben sie brutal ausgenutzt und am Ende war es bitter“, monierte Voigtmann.

Nach der neunten Niederlage im 20. Spiel legte Herbert den Finger schonungslos in die Wunde: „Mit 22 Ballverlusten und 17 abgegebenen Offensivrebounds kommst du hier nicht zum Erfolg.“ Und: Vor allem Sasha Vezenkov bekamen die Bayern im griechischen Hexenkessel überhaupt nicht in den Griff.

Mit seiner 45-Punkte-Gala verzückte der Mann des Abends die frenetischen Fans des Spitzenreiters. Er verewigte sich mit der drittbeste Ausbeute der EuroLeague-Historie in den Geschichtsbüchern.

Am Mittwoch und Freitag folgt der Heim-Doppelpack gegen AS Monaco und Virtus Bologna.
SID

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