Der SAP-Garden als Kraftquelle

von Redaktion

Bayern-Baskets bezwingen Monaco 95:94

Kampf um jeden Zentimeter: Kunstschütze Andi Obst (li.) war diesmal mehr defensiv gefragt. © IMAGO

München – Acht Sekunden vor Schluss setzte Shabazz Napier noch einmal alles auf eine Karte. Der Regisseur der Bayern-Basketballer warf von der Dreierlinie. Wie an der Schnur gezogen, segelte der Ball geradewegs durch die Reuse. Es sollte der Schlusspunkt sein, das 95:94 (53:40) gegen Angstgegner AS Monaco.

Dabei hatte sich schnell gezeigt: Diese Bayern wollten nichts mehr zu tun haben mit dem Ensemble, das zuletzt in Piräus so übel unter die Räder gekommen war. Eigentlich schienen die Münchner den Spieß sogar umdrehen zu wollen. So brachial wie in Halbzeit eins jedenfalls fiel ein Bayern-Team noch nie über die AS Monacoi her.

Die Bayern, dirigiert wieder vom zuletzt schwer vermissten Nick Weiler-Babb, ließen Dreier regnen. Kurz vor der Pause lag die Quote aus der Distanz bei Schwindel erregenden 86 Prozent. Da rauschte bald eine Welle aus Handy-Lichtern durch den SAP-Garden.

Es war klar, dass eine Reaktion der Startruppe aus dem Fürstentum kommen würde. Und sie kam ja auch. Monaco ging den bis dahin bemerkenswert freien Bayern in der Defensive deutlich dichter ans Leder. Und vorne? Blies Euroleague-Rekordschütze Mike James zur Aufholjagd.

Die für die Bayern schnell hätte ins Auge gehen können. Doch vor allem Nick Weiler-Babb hielt sein Team über Wasser. Bis hinein in eine heiße Schlussphase. In eine Crunchtime, in der beide Teams wieder gleichauf lagen (88:88). Wieder einmal Drama im SAP-Garden und wieder mit einem guten Ende für die Bayern. Dank Shabazz Napier.
RP

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