Freude pur – Trainer Trillini und sein Team. © IMAGO
Herning – Italien ist wieder da! Nach 28 Jahren ohne WM-Teilnahme hat die Mannschaft von Trainer Riccardo Trillini gleich das Auftaktspiel im dänischen Herning überraschend gegen die favorisierten Tunesier – immerhin Bronzemedaillengewinner der Afrikameisterschaft – klar mit 32:25 gewonnen. „Ich bin stolz auf diese Nationalmannschaft und auf dieses Debüt“, jubelte Trillini, dessen Team früh führte und den Vorsprung in der zweiten Hälfte sogar noch ausbaute.
Zu den Matchwinner avancierten zwei Männer, die ihr Geld in Deutschland verdienen. Leo Prantner, der in Balingen-Weilstetten in der zweiten Bundesliga unter Vertrag steht, erzielte zehn Treffer und schwärmte danach gegenüber handball-world: „Alle haben super gespielt. Wir standen heute gut in der Abwehr und haben viel Tempo gespielt, damit sind die Tunesier nicht so zurechtgekommen.“ Die zweite große Säule war Domenico Ebner, Torhüter bei Erstligist Leipzig. Der in Freiburg geborene Südtiroler entschied sich früh für die Azzurri. Jetzt ging ein Traum in Erfüllung. „Ich kann es gar nicht in Worte fassen“, sagte der 30-Jährige. „Ich bin so froh, Italiener zu sein.“
Den bisher einzigen WM-Sieg holte Italien bei seiner bisher einzigen Teilnahme – 1997 mit einem 21:15 gegen Argentinien. In diesem Jahr haben die Tifosi durch ihren Coup sogar die Tür zur Hauptrunde (die ersten drei der Vorrunde kommen weiter) – und damit auch einem Duell mit dem deutschen Team – weit aufgestoßen. „Die Jungs haben recht, wenn sie sich heute Abend amüsieren, aber in der Zwischenzeit fangen wir an, Algerien zu studieren. Wir haben einen wichtigen Schritt gemacht, aber jetzt wollen wir weitermachen“, sagte Coach Trillini.
LM