Wieder im Blickpunkt: Mahomes. © Eulitt/AFP
Routiniert und daher favorisiert: Die Kansas City Chiefs mit Carson Wentz. © AFP
Privat hat sich Patrick Mahomes schon vor dem ersten Playoff-Spiel des Titelverteidigers einen großen Traum erfüllt. „Mein Ziel waren immer drei. Die haben wir jetzt, und dabei bleibt es auch für einige Zeit. Dann sehen wir, ob später noch eins dazu kommt“, sagte der Quarterback der Kansas City Chiefs über die Geburt seines dritten Kinds am vergangenen Wochenende.
Neben Tochter Sterling (3) und Sohn Bronze (2) gibt es nun auch Tochter Golden. Statt wie rund um die Geburt American Football im TV zu verfolgen, spielt Mahomes am Samstag (22.30 Uhr MEZ/RTL und DAZN) mit den Chiefs wieder selbst, in der Divisional-Round der Playoffs geht es gegen die Houston Texans. Ein Sieg würde ihn der Erfüllung eines anderen Traums näher bringen, bei dem die Zahl drei ebenfalls eine zentrale Rolle spielt: Dem dritten Sieg im Super Bowl in Serie. „Das sind die Playoffs, hier willst du sein“, sagte Mahomes. Insgesamt überschaubare drei Siege braucht Kansas City noch zum großen Triumph.
Ein Erfolg gegen die Texans vor fünf Jahren war so etwas wie die Initialzündung für den Lauf der Chiefs in den vergangenen Jahren, in dem das Team schon dreimal die wichtigste Trophäe im American Football gewann. 0:21 stand es im Januar 2020 nach dem ersten Viertel. Am Ende gewannen die Chiefs vor 73.503 begeisterten Zuschauern im Arrowhead Stadium mit 51:31.
„Da hat sich das Momentum enorm zu unseren Gunsten verändert“, erinnerte sich Mahomes nun. Seither wissen die Chiefs, dass sie auch einen solchen Rückstand noch drehen können, insbesondere mit ihren Fans im Rücken. „Einfach nicht erzwingen, es muss nicht alles in einer Aktion passieren. Einfach Spielzug um Spielzug daran arbeiten.“ In den Playoffs haben die Chiefs als bestes Team der AFC durchgehend Heimrecht, erst für den Super Bowl in New Orleans müsste das Team um Mahomes und Travis Kelce wieder reisen.
Auch darum haben so viele Experten große Schwierigkeiten damit, auf andere Teams als die Chiefs zu setzen. Und das, obwohl sie trotz 15 Siegen in 17 Hauptrundenspielen so angreifbar wirkten wie noch nie seit dem ersten Super-Bowl-Titel vor fünf Jahren. Dennoch wurden sie nur von den Buffalo Bills so richtig besiegt. Die Chiefs sind nicht mehr so dominant. Aber der Kern des Teams ist noch immer unter dem Kommando von Cheftrainer Andy Reid und weiß, wie man Football-Spiele gewinnt. Der Ursprung dafür war ein Sieg gegen die Texans.
DPA