Strelow findet zurück zu alter Stärke
Ruhpolding – Biathlet Justus Strelow kommt am Schießstand immer besser in Fahrt. Nachdem er zum Saisonauftakt in seinem ersten Einzelrennen mit sechs Fehlern Platz 82 belegt hat und auch danach nicht an seine überragende Quote (94 Prozent) aus dem Vorjahr herangekommen ist, findet der 28-Jährige so langsam seinen Rhythmus am Schießstand. Im ersten Trimester traf er liegend und stehend kombiniert 88 Prozent seiner Versuche, seit der Weihnachtspause hievte der bester Schütze des vergangenen Winters seine Quote über die 90-Prozent-Marke. „Es ist immer schwer, im Training genau das Wettkampfschießen – auch mit dem Drumherum und mit der tatsächlichen körperlichen Belastung – so zu simulieren“, erklärte Strelow, der im Gesamtclassement Platz 18 belegt, seine Starschwierigkeiten. „Je mehr Rennen man hat in der Saison desto mehr kommt man in einen Rhythmus rein und den konnte ich so langsam wieder aufnehmen“, sagte er nach seinem besten Saisonergebnis (11.) im Einzel in Ruhpolding. Auch hier überzeugte er wieder in seiner Paradedisziplin. Lediglich den vorletzten Schuss verfehlte sein Ziel, zudem hatte er die schnellste Schießzeit von allen Athleten. Nun hatte er einen Ruhetag, bevor es am Freitag (14.20 Uhr/ARD und Eurosport) mit der Staffel der Männer weitergeht. „Insgesamt ist der Rhythmus mit Wettkampf, Pause, Wettkampf immer ein bisschen seltsam. Aber das geht allen gleich“, so Strelow, „aber nach so einem Einzel bin ich schon froh über so eine Pause. Vor allem für die Beine ist das wichtig“.
AVO