Burger zur Belohnung

von Redaktion

DHB-Auswahl steht vorzeitig im Viertelfinale, kämpft aber mit weiteren Ausfällen

Der Hunger ist groß: Andreas Wolff. © Stache/dpa

Herning – Deutschlands Handballer belohnten sich mit einem saftigen Abendessen in der Silkeborger Brasserie Evald, ihren Hunger auf die erste WM-Medaille seit 18 Jahren konnten aber weder Steak noch Burger, Lachs oder Kaviar stillen. „Sehr, sehr hungrig“ sei er, betonte Torhüter Andreas Wolff nach dem vorzeitigen Viertelfinaleinzug – und damit war nicht bloß sein knurrender Magen gemeint.

Der Titelhunger soll nun in Oslo gestillt werden, wohin die Deutschen nach dem 34:27 gegen Italien zum abschließenden Hauptrundenspiel gegen Tunesien (Sa., 20.30 Uhr, ZDF) fliegen. Den sportlich bedeutungslosen Auftritt gegen den Außenseiter wird der Bundestrainer nutzen, um Stammkräften wie Renars Uscins, Julian Köster und Kapitän Johannes Golla Pausen zu gönnen. Und vor allem, um einen neuen Ernstfall zu trainieren: Spiele ohne Spielmacher Juri Knorr!

Der Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft ist krank, genau wie Linksaußen Rune Dahmke, beide sind auf ihren Zimmern isoliert. „Ich gehe fest davon aus, dass keiner von den beiden das Tunesien-Spiel spielen wird“, sagte Gislason: „Danach gibt es sicherlich bessere Chancen, dass Rune wieder reinkommt als Juri.“ Das Viertelfinale steigt am Mittwoch.

Für frischen Wind sollte Franz Semper sorgen. Der Rückraumspieler, vom SC DHfK Leipzig, der erst beim 34:27 gegen Italien sein Debüt bei dieser WM feiern konnte, hat sich ebenfalls verletzt. Details teilte der DHB nicht mit. Semper weg, Dahmke krank und Knorr nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland mit Brustschmerzen und Atemproblemen beim Facharzt in der Heimat. Die deutschen WM-Sorgen mit Blick auf das Viertelfinale in Oslo werden immer größer.
SID

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