„Schrecklich“: Krankheitswelle macht deutschen Bob-Frauen zu schaffen

von Redaktion

St. Moritz/Köln – Völlig entkräftet hockte Laura Nolte im Zielbereich neben dem Eiskanal und starrte auf den Boden. Ausgerechnet bei der mit drei Rennen anstrengendsten Weltcup-Station der Saison machen nicht nur der amtierenden Gesamtweltcupsiegerin gesundheitliche Probleme schwer zu schaffen. Eine Erkältungswelle hat Nolte, Lisa Buckwitz und Kim Kalicki voll erwischt, erstmals in der laufenden Saison fuhr keine der drei Deutschen aufs Podest.

Dass am Samstag und Sonntag noch zwei weitere Rennen folgen, sei gerade angesichts der gesundheitlichen Probleme im Team „schrecklich“, sagte Buckwitz, die als Vierte zwar das Podest knapp verpasste, aber dennoch Nolte die Führung im Gesamtweltcup abjagte. „Mir geht es wirklich sehr schlecht“, sagte die sichtlich geschwächte Nolte, für die es nur zu Platz neun reichte, nach dem Rennen: „Ich bin Montag krank geworden und es wurde von Tag zu Tag schlechter.“ Noch am Freitagmorgen habe sie sich nicht vorstellen können, überhaupt ein Rennen zu fahren. „Das hat jetzt irgendwie geklappt“, so Nolte weiter: „Bei den Fahrten fehlt dann aber einfach die Konzentration.“

Den Auftakt zum Mammut-Weltcup von St. Moritz gewann stattdessen die 40 Jahre alte US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor, die damit erstmals in ihrer Karriere im Monobob auf Platz eins fuhr. „Es ist keine einfache Situation“, gab Bundestrainer René Spies zu. Auch Kalicki, die sich anders als die viertplatzierte Buckwitz mit ihrer Leistung und Rang sechs zufrieden zeigte, habe gemerkt, dass „die Erkältung immer noch ein bisschen kickt“, erklärte sie. Nun sei „Durchbeißen“ angesagt. Allerdings: Bis zum zweiten Mono-Rennen am Samstag (ab 9.00 Uhr) bleibt nur wenig Zeit für Erholung.
SID

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