Zielwasser getrunken“: Keven Schlotterbeck (Nr. 31) köpfte in der Nachspielzeit ein. © IMAGO
Augsburg – Die Prophezeiung von Keven Schlotterbeck trat ein. Wie der Joker nach seinem Last-Minute-Treffer für den FC Augsburg gegen den 1. FC Heidenheim erzählte, hatte er sein Tor bei Trainer Jess Thorup angekündigt.
„Ich habe ihm tatsächlich gesagt: Bring mich einfach irgendwann, ich köpfe das 2:1 rein. So ist es dann letztlich auch gewesen“, erzählte der Bruder von Fußball-Nationalspieler Nico Schlotterbeck überglücklich. „Er ist ein halber Wahrsager“, bemerkte Sportdirektor Marinko Jurendic verschmitzt.
Der Augsburger Schlotterbeck hatte sich seinem Treffer angenähert. Drei Minuten nach seiner Einwechslung (70.) für Startelf-Debütant Noahkai Banks, von dem auch noch die Rede sein wird, setzte er einen Kopfball auf die Latte. In der Nachspielzeit (90.+2) schepperte es dann aber richtig. „Ich habe ein bisschen Zielwasser getrunken“, erzählte Schlotterbeck vergnügt.
Es gab einen weiteren Helden: Der erst 18-jährige Banks aus dem eigenen Nachwuchs durfte erstmals für den FC Augsburg von Beginn an auflaufen. Und wie! „‘Noki‘ hat überragend gespielt“, sagte Thorup über den abgeklärten Auftritt des Teenagers.
Banks selber war vor seiner Premiere etwas aufgeregt gewesen. „Ich hatte schon mal bessere Nächte, aber es ging dann schon“, räumte er ein.