Taktik: Dier schiebt alle nach vorne

von Redaktion

Freiburg – Eric Dier übernahm gegen Freiburg eine zentrale Rolle in der Abwehr. Der Engländer, der den angeschlagenen Dayot Upamecano vertrat, bereitete nicht nur das 1:0 von Harry Kane vor, sondern schob die Viererkette mit seinen Kommandos immer wieder energisch nach vorne – und setzte so Vorgaben von Trainer Vincent Kompany um, der von seinem Team stets ein hohes Pressing erwartet.

Dier ging damit selber häufig ins Risiko, denn der Innenverteidiger ist zwar für seine starke Zweikampfführung bekannt, nicht aber für ein besonders hohes Tempo. Je höher Dier also aus der Viererkette rückt, um gegnerische Konter im Keim zu ersticken, desto mehr geht er ins Risiko. Seine Leistung gegen den Sportclub knüpfte damit an nahezu jeden Auftritt seit seinem Wechsel im vergangenen Winter an: Wann immer Dier gebraucht wurde, überzeugte er mit einer konzentrierten und souveränen Leistung. Dier mag vielleicht nicht immer glänzen, er hat sich aber bisher keine nennenswerten Fehler erlaubt und sich stets vorbildlich in die Rolle des Aushilfs-Innenverteidigers gefügt.

Nur logisch, dass sich die Frage nach seiner Zukunft stellt. Angesprochen auf eine mögliche Verlängerung seines bis Sommer laufenden Vertrags wich Max Eberl aber aus: „Momentan haben wir noch keine Gespräche, wir konzentrieren uns auf diese Saison.“
VT

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