Chiefs bekommen historische Chance

von Redaktion

Mahomes bleibt Kryptonit für Allen – Philadelphia überrent Commanders

Eagles-Running-Back Saquon Barkley will auch in zwei Wochen in grün-weißem Konfetti-Regen feiern. © Leff/AFP

Zum vierten Mal ist Josh Allen in den Playoffs an den Chiefs gescheitert. © Eulitt/AFP

Feierten Super-Bowl-Einzug: Travis Kelce und Freundin Taylor Swift. © Landis

Star-Quarterback Patrick Mahomes kann mit den Kansas City Chiefs zum dritten Mal in Folge den Super Bowl gewinnen und einmal mehr Geschichte schreiben. © IMAGO

Kansas City/Philadelphia – Für die Kansas City Chiefs lebt der Traum vom ersten „Three-Peat“ der NFL-Geschichte. Angeführt vom fehlerfreien Quarterback Patrick Mahomes und angefeuert von Edel-Fan Taylor Swift triumphierten die Chiefs in einem dramatischen AFC-Championship-Game gegen die Buffalo Bills mit 32:29 und können als erstes Team zum dritten Mal in Folge den Super Bowl gewinnen.

„Mir fehlen die Worte. Ich kann es nicht fassen. Ich bin so stolz auf mein Team. Das ganze Team hat Großartiges geleistet und ich freue mich auf New Orleans. Lasst uns Geschichte schreiben“, sagte Superstar Mahomes nach dem hauchdünnen Erfolg im heimischen Arrowhead Stadium gegen die Bills.

Der Star-Quarterback erlief zwei Touchdowns selbst, zudem bereitete er einen weiteren durch einen Pass vor. Es sei aber „das ganze Team. Wenn die Defense jemanden stoppen muss, tut sie das. Wenn die Offense etwas leisten muss, tun wir das auch. Es ist eine Teamleistung“, betonte der 29-Jährige bei RTL.

Auf der anderen Seite gelangen auch MVP-Anwärter Josh Allen zwei Touchdowns. Doch das war für die Bills gegen die Chiefs erneut zu wenig, nachdem Kicker Harrison Butker beim Stand von 29:29 gut drei Minuten vor dem Ende die Partie mit einem Field Goal aus kurzer Distanz entschieden hatte. Die Chiefs zerstörten damit bereits zum vierten Mal in den letzten fünf Duellen die Träume der Bills in den Playoffs. Allen hat im Duell mit Mahomes in der Hauptrunde zwar die vergangenen vier Partien gewonnen, in der Postseason aber alle vier verloren. Als Tight End Travis Kelce bei der anschließenden Siegehrung auf der Bühne zu singen anfing und Popstar Taylor Swift nur wenige Meter entfernt jubelte, erinnerte vieles an die Szenen nach dem Triumph der Chiefs vor einem Jahr in Las Vegas.

Am 9. Februar wird das Team um Mahomes und Kelce, der gegen die Bills nur zwei Catches für knapp 20 Yards beitragen konnte, in New Orleans im Superdome auf die Philadelphia Eagles treffen – und die haben mit den Chiefs noch eine Rechnung offen. Denn vor zwei Jahren standen sich bereits die beiden Quarterbacks Mahomes und Jalen Hurts gegenüber. Damals gewann Kansas City knapp mit 38:35, doch dieses Mal hat Hurts mit Saquon Barkley den besten Running Back der Liga an seiner Seite.

Der 27-Jährige trägt sein Team bisher durch die Playoffs und war auch am Sonntag einer der Gründe, warum die Eagles die Washington Commanders deutlich mit 55:23 bezwangen. Schon der erste offensive Spielzug der Gastgeber endete nach einem überragenden Barkley-Lauf über 60 Yards in der Endzone. Noch im ersten Viertel legte er einen nach, am Ende hatte er gar drei Touchdowns auf seinem Konto – genauso viele wie Hurts. „Ich habe versucht, es etwas runterzuspielen in meinem Kopf, aber ehrlich, das ist einmalig. Ich habe immer davon geträumt. Aber der Traum war nicht, dabei zu sein, sondern zu gewinnen“, sagte Barkley.

Die Cinderella-Story um den Deutsch-Amerikaner Brandon Coleman (Offensive Line) und Quarterback Jayden Daniels, die ihre erste Saison in der NFL spielten, ist also beendet. Damit bleibt es dabei, dass bisher kein Rookie-Quarterback sein Team in den Super Bowl führen konnte. Statt wie beim Sieg gegen die Detroit Lions um den deutsch-amerikanischen Top-Passempfänger Amon Ra St. Brown eine Woche zuvor Ballverluste des Gegners zu erzwingen, waren es dieses Mal die Gäste aus der US-Hauptstadt, die sich zu oft schwere Fehler erlaubten: Drei Mal kamen die Eagles durch einen Fumble der Commanders in Ballbesitz – jedes Mal kassierte Washington danach einen Touchdown. Dazu kam eine späte Interception, die die Partie vollends zugunsten der Eagles entschied.
SID

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