Die Jagd geht weiter

von Redaktion

Zverev nach Finalfrust: Fokus auf die French Open

Frust lass nach: Deutschlands Tennis-Star Alexander Zverev verlor sein drittes Grand-Slam-Finale. © dpa/ Thian

Melbourne – Bevor Alexander Zverev frustriert und mit einigen Hausaufgaben im Gepäck Melbourne verließ, zwang sich der tief enttäuschte Tennisstar noch zu einer Kampfansage. „Ich möchte meine Karriere auf keinen Fall als bester Spieler aller Zeiten beenden, der nie einen Grand Slam gewonnen hat, das ist sicher“, sagte der Hamburger.

Für diesen inoffiziellen Titel ist der aktuelle Weltranglistenzweite, der Olympiasieger von 2021, zweimalige ATP-Finals-Champion und 23-malige Turniersieger auf der Profitour in der Tat ein ganz heißer Anwärter. Aber bei den vier Grand-Slam-Turnieren will es bei Zverev einfach nicht klappen. „Beim Grand Slam in einem Finale zu verlieren, ist das beschissenste Gefühl, dass es auf der Welt gibt“, sagte der gefrustete Zverev. Er wolle „auch so ein Ding gewinnen und nicht nur im Finale stehen“. Bei den French Open, seinem Lieblings-Grand-Slam auf seinem Lieblingsbelag Sand, will er wieder angreifen. „Jetzt wird der Fokus bei mir schon auf Roland Garros liegen. Ich habe drei Monate Zeit“, blickte das deutsche Tennis-Ass voraus.

Zeit, in der er die Final-Pleite gegen Sinner aufarbeiten muss. Der Weltranglistenerste hatte die besseren Schläge, die bessere Taktik, die besseren Nerven. Keinen einzigen Breakball gestattete er Zverev. Der Titelverteidiger sei für ihn „zu gut“ gewesen, gab der Deutsche zu, „das ist ein Fakt. Da kann man sich Dinge schönreden, aber es ist halt so. Ich muss jetzt schauen, wie ich besser werden kann.“

Die Zeit läuft gegen Zverev. „Er ist jetzt in einem Alter, wo er es machen muss“, hatte die deutsche Tennis-Ikone Boris Becker schon vor den Australian Open gesagt, „sonst wird es sehr viel schwieriger“.

Auch neben dem Platz musste Alexander Zverev am Sonntag eine Niederlage einstecken. Bei RTL und Eurosport schauten jeweils rund 850 000 Zuschauer das Finale. Die Biathlon-Frauen-Staffel im ZDF sahen hingegen 4,184 Millionen Menschen.
DPA, SID

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