Klartext als TV-Experte: Matthias Sammer. © dpa
Kokain geschmuggelt? Belgiens Ex-Nationalspieler Radja Nainggolan. © dpa
TV-Gelder: DFL beschließt Verteilerschlüssel
Frankfurt/M. – Wochenlang wurde im deutschen Profifußball über die Verteilung der TV-Gelder gestritten. Nach einem einstimmigen Beschluss des Präsidiums der Deutschen Fußball Liga steht nun fest: Der neue Verteilerschlüssel orientiert sich sehr stark an dem alten. Dass Traditionsclubs wie Schalke 04 oder der Hamburger SV wegen ihrer vielen Fans künftig deutlich stärker an den Medieneinnahmen beteiligt werden, ist damit vom Tisch.
Zwar gab die DFL am Montag in einer Mitteilung bekannt, dass Faktoren wie die TV-Reichweite und die Zahl der Vereinsmitglieder künftig bei der Verteilung der Medienerlöse berücksichtigt werden. Aber diese Faktoren gehören weiterhin zum Bereich „Interesse“. Und der macht nach dem neuen wie nach dem alten Verteilerschlüssel nur drei Prozent der Gesamteinnahmen aus.
Sammer: Ultimatum wegen TV-Lästerei?
Dortmund – Matthias Sammer muss sich einem Medienbericht zufolge entscheiden, ob er künftig Fußballspiele von Borussia Dortmund als TV-Experte begleitet oder BVB-Berater bleibt. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Sammer diesbezüglich ein Ultimatum bis Mitte der Woche gestellt worden sein. Der 57-Jährige hatte nach der 1:2-Niederlage des Revierclubs in der Champions League beim FC Bologna harsche Kritik am BVB-Team geübt. Nach der Partie trennte sich die Borussia von Trainer Nuri Sahin.
„Wenn wir analytisch vorgehen, ist diese Mannschaft körperlich und geistig in einer Nicht-Verfassung“, hatte Sammer bei Amazon Prime Video gesagt: „Wenn du das heute siehst, denkst du, die Grundlage ist nicht da. Leider kann die Mannschaft auch nicht verteidigen. Angreifen kann sie auch nicht.“
DPA
Früherer Belgien-Star ein Kokain-Schmuggler?
Brüssel – Radja Nainggolan (36) gehörte zu Belgiens goldener Fußball-Generation – nun drohen dem Ex-Nationalspieler düstere Zeiten: Wie die Mediahuis-Gruppe berichte, ist der 36-Jährige am Montagmorgen bei einer Razzia der Brüsseler Polizei festgenommen worden. Die Maßnahme richtete sich gegen Kokainschmuggel aus Südamerika über den Hafen von Antwerpen.
„Im Rahmen eines Falles der Abteilung für organisierte Kriminalität der Brüsseler Staatsanwaltschaft, der einem Brüsseler Ermittlungsrichter anvertraut wurde, hat die Kriminalpolizei am Montagmorgen 30 Durchsuchungen durchgeführt“, wurde die Staatsanwaltschaft zitiert. Im Hinblick auf einzelne Personen verwies sie auf die Unschuldsvermutung.