OBERLIGA-TOUR

Peiting fordert den Spitzenreiter

von Redaktion

Tölz abhängig von seiner Topreihe, Riessersee leistet sich einen Ausrutscher

Endlich wieder ein Sieg: Peitings Verteidiger Colin van den Hurk lässt sich feiern. © Holger Wieland

Tölzer Löwen: Die Tölzer machen den Kampf um die Playoffs spannend: Nachdem sie durch das 4:5 n.V. gegen Verfolger Höchstadt auf Rang sechs zurückgefallen waren, holten sie mit einem 5:4 am Sonntag in Lindau Platz fünf zurück. Den Unterschied machte die Tölzer Top-Formation: Topi Piipponen, Christoph Fischhaber und Neuzugang Egils Kalns brachten gegen Höchstadt wenig zustande. In Lindau dagegen waren die drei frisch und spielfreudig. Kalns meldete sich mit einem Doppelback und sorgte dafür, dass die Tölzer das Spiel drehen konnten, nachdem sie 1:3 zurückgelegen waren. Der Lette leitete mit seinem eiskalt abgeschlossenen Konter vier Löwen-Treffer innerhalb von zehn Minuten nach identischem Muster ein: Scheibenverlust Lindau, Alleingänge von Kalns, Kästele zum Ausgleich, Piipponen und Marc Schmidpeter. In der Schlussphase verteidigte Tölz bei 2:15 Torschüssen und einem Gegentreffer das 5:4 über die Ziellinie. Auch wenn der Ausfall von Kapitän Sandro Schönberger (angeschlagen) und Abwehrchef Klemen Pretnar (krank) spürbar war.

Schönberger und Schmidpeter hatten den Löwen am Freitag gegen Höchstadt einen Punkt gerettet, als sie den 2:4-Rückstand ausglichen. In der Verlängerung erwies sich jedoch Höchstadt wieder als effizienter: Piipponen vergab seine Chance, Jack Bloem nicht.

SC Riessersee: Dass die Siegesserie des SC Riessersee irgendwann reißen würde, musste man annehmen. Zwar gilt das Team Hunor Marton immer noch als formstark, der Beisatz „ungeschlagen in 2025“ ist allerdings vom Tisch. Beim Höchstadter EC unterlag der SCR am Sonntag mit 3:6. Verwunderlich insoweit, als die Werdenfelder sich relativ zügig einen 3:0-Vorsprung erarbeiteten. Vieles deutete darauf hin, dass mit Höchstadt auch einer der direkten Mitstreiter um den fünften Tabellenrang das Nachsehen haben würde – zumal der SCR zwei Tage zuvor das Topteam aus Memmingen in die Knie gezwungen hatte. Doch urplötzlich rafften sich die Mittelfranken zum Widerstand auf und fanden ein Schlupfloch, um die Partie zu ihren Gunsten zu drehen.

„Dieses Spiel definiert uns nicht“, kommentierte Trainer Hunor Marton den Ausrutscher. „Wir kommen zurück zu dem, was wir zuletzt so gut gemacht haben.“ Kann im Endspurt der Hauptrunde nicht schaden.

EC Peiting: Wochenlang ging es beim EC Peiting in der Tabelle nur nach unten. In den letzten beiden Spielen deutete sich aber eine Trendwende an. Mit einem 7:5-Heimerfolg gegen die Black Hawks Passau und dem Punkt aus der 2:3-Niederlage nach Verlängerung bei den Bietigheim Steelers konnte der ECP erstmals seit Ende November an einem Wochenende wieder zweimal punkten.

„Das war die beste Defensivleistung in dieser Saison“, freute sich ECP-Coach John Sicinski über den starken Auftritt seinen Mannen beim DEL2-Absteiger Bietigheim. „Wir haben ihnen alles abverlangt, haben die hundertprozentigen Chancen der Steelers minimiert und viele Schüsse geblockt“, lobte Sicinsiki, dessen Team beim Spitzenreiter bis sechs Minuten vor der Sirene sogar mit 2:1 führte. Zuvor gegen Passau bestimmten die Peitinger über weite Strecken klar das Geschehen. „Wir waren 55 Minuten die bessere Mannschaft, aber wir hätten nicht so zittern müssen“, meinte ECP-Trainer John Sicinski nach der knappen Angelegenheit gegen die Black Hawks, die vor allem einem Blackout der Pfaffenwinkler im zweiten Durchgang geschuldet war. „Da haben wir viereinhalb Minuten geschlafen“, räumte Sicinski nach den drei Gegentreffern ein. „Die Jungs haben aber enorme Charakter bewiesen“, freute sich der ECP-Coach, dass es seine ersatzgeschwächte Truppe ohne Topscorer Felix Brassard schaffte, einen 2:4-Rückstand im Schlussdurchgang noch zu drehen und den Verfolger zu bezwingen.
NICK SCHEDER, O. RABUSER

ROLAND HALMEL

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