Abrechnung: Stefan Ustorf von den Ice Tigers. © IMAGO
Nürnberg/München – Was die Leistungen der Schiedsrichter in der DEL betrifft, ist von Trainern und Verantwortlichen allenfalls ein verklausuliertes Murren zu verhören. Grund: Die Liga ahndet öffentliche Kritik mit Geldstrafen, der „Tarif“ soll bei 600 Euro liegen.
Nürnbergs Sportdirektor Stefan Ustorf nahm darauf aber keine Rücksicht, als am Sonntag das vermeintliche 2:1 seiner Ice Tigers kurz vor Schluss der regulären Spielzeit wegen eines leichten Kontakts des Schützen Will Graber mit Mannheims Torhüter Tiefensee beim Abschluss und sehr kurzer Videoüberprüfung annulliert wurde (Nürnberg verlor dann in der Verlängerung). Ustorf sagte bei MagentaSport: „Dieses Tor nicht zu geben, das grenzt ja schon fast an Betrug. Das war eine indiskutable Schiedsrichter-Leistung.“ Und weiter: „Es ist eine Frechheit, zu versuchen, das Spiel so zu kontrollieren und solche Entscheidungen zu treffen. Während des Spiels war die Schiedsrichter-Leistung katastrophal.“ Martin Frano und Achim Moosberger, die die Partie leiteten, „gehören nicht in unsere Liga“.
GÜK