Bayern vergrault Top-Talent Tel

von Redaktion

Der Bankplatz als Stammplatz: Mathys Tel (Mitte) will den FC Bayern verlassen. © Rudel/Imago

München – So war das nicht geplant. 2022 verpflichtete der FC Bayern Mathys Tel für eine Ablöse von 20 Millionen Euro von Stade Rennes. Beim Rekordmeister sollte das Offensiv-Juwel den Durchbruch schaffen. Nun deutet alles auf eine vorzeitige Trennung hin.

Nach neuerlichen Gesprächen zwischen den Münchner Entscheidungsträgern und der Spielerseite entschied sich Tel dazu, den FC Bayern zu verlassen. Der Grund: mangelnde Perspektive. Für seine Entwicklung braucht der 19-Jährige regelmäßige Spielzeit. Trainer Vincent Kompany gibt in der Offensive aber Leroy Sané, Kingsley Coman, Serge Gnabry und Thomas Müller, deren Zukunft über den Sommer hinaus unklar ist, den Vorzug.

Max Eberl im März: „Er wird viele Ausrufezeichen setzen – hier, beim FC Bayern“

„Das klare Ziel von allen Beteiligten ist, dass Mathys bei uns den Durchbruch schafft“, erklärte Sportdirektor Christoph Freund am 14. Januar. Als Tel seinen Vertrag im März 2024 vorzeitig bis 2029 verlängerte, sagte Sportvorstand Max Eberl gar: „Er wird viele Ausrufezeichen setzen – hier, beim FC Bayern.“

Die Realität sieht anders aus. Nur dreimal stand Tel in dieser Saison in der Startelf, zuletzt schmorte er dreimal auf der Bank. Seine verzwickte Situation ist auch anderen Clubs nicht entgangen.

Zahlreiche Vereine, die bereits vor seinem Bayern-Transfer an ihm dran waren, haben ihn nie aus den Augen verloren. Dazu zählt nach Informationen unserer Zeitung auch der FC Arsenal. Chelsea ist kein Thema für Tel aktuell.

Arsenal und Marseille zeigen Interesse

Marseille bemüht sich intensiv um ihn. Ein Wechsel dorthin ist aber unwahrscheinlich, auch eine Luftveränderung in der Bundesliga.

Die Münchner würden Tel gerne verleihen

Bayern würde Tel gerne verleihen. Namhafte Interessenten bevorzugen aber einen Kauf. Weitere Gespräche folgen. Ein Tel-Abgang könnte die Tür für einen Wechsel von Chelseas Angreifer Christopher Nkunku zum FCB öffnen.
PHILIPP KESSLER

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