Wiedersehen zweier Weltmeister

von Redaktion

Hummels steht gegen Frankfurt unter Druck – Formkurve zeigt nach oben

Die Frankfurter Eintracht hat einen Platz im Achtelfinale nahezu sicher. © IMAGO

Vergangenes Jahr trafen Mats Hummels und Mario Götze noch in der Bundesliga aufeinander. © IMAGO

Kommt nach Anfangsschwierigkeiten bei AS Rom immer besser in Fahrt: Innenverteidiger Mats Hummels. © IMAGO

Rom – Die Anfangszeit für Mats Hummels bei AS Rom hätte kaum schlechter verlaufen können. Nach wochenlangem Ersatzbank-Dasein unterlief Hummels beim längst verlorenen Auswärtsspiel gegen Florenz drei Minuten nach seiner Einwechslung ein Eigentor. Der Weltmeister von 2014 kommentierte sein Missgeschick auf Instagram damals ebenso treffend wie knapp: „Eigentlich kann es ab jetzt ja nur noch besser werden.“ Es wurde besser.

Nach bald einem halben Jahr steht der ehemalige Abwehrchef von Borussia Dortmund und Bayern München nun auch bei der Roma ziemlich regelmäßig in der Startelf – wohl auch am Donnerstag beim Europa-League-Spiel gegen Eintracht Frankfurt (21.00 Uhr/RTL+). Nach einem katastrophalen Saison-Auftakt ist die AS Rom in der Serie A inzwischen seit sechs Spielen ungeschlagen. In der Europa League haben die Römer nur noch Chancen auf die Playoffs. Umso mehr kommt es für Hummels, der am Wochenende geschont wurde, beim Wiedersehen mit dem Weltmeister-Kollegen Mario Götze im Stadio Olimpico darauf an, dass die Abwehr steht. Mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten wären die Italiener sicher dabei. Frankfurt reicht ein Punkt, um sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren.

Der Aufschwung der vergangenen Wochen hat viel mit dem neuen Trainer zu tun. Claudio Ranieri, 73 Jahre alt und gebürtiger Römer, kehrte Mitte November zu seinem alten Verein zurück – als dritter Coach dieser Saison. Der erste Coach Daniele de Rossi, der Hummels unbedingt haben wollte, und dessen Nachfolger Ivan Juric, der mit ihm nichts anzufangen wusste, waren Geschichte. Ranieri machte von Anfang deutlich, dass er auf den erfahrenen Deutschen zählt – auch wenn dieser nach drei Monaten ohne Verein und dann mangels Spielpraxis keinesfalls in Bestform war. Und das zahlte sich aus. „Hummels ist ein großartiger Sportler“, lobt er nun. „Ich verlasse mich darauf, dass er unserer Mannschaft gibt, was sie braucht: Gelassenheit, Sachlichkeit und moralische Stärke.“

Unter dem jetzigen Trainer steht Hummels fast immer in der Startelf. Von den italienischen Zeitungen bekommt er gute Noten. Die Mitspieler, in der Regel doch einige Jahre jünger, nennen ihn „Il Professore“. Inzwischen ist in Rom die Rede davon, den bislang auf ein Jahr befristeten Vertrag zu verlängern.

Ob der Ex-Nationalspieler noch eine Saison dranhängt, will er erst Ende April, Anfang Mai entscheiden. „Jetzt passt es auf allen Ebenen – wie es über den Sommer hinaus weitergeht, habe ich noch nicht entschieden“, sagte Hummels der „Sport Bild“. Was aber schon feststeht: Falls er in Rom bliebe, bekäme er es mit Trainer Nummer vier zu tun. AS-Coach Ranieri kündigte bereits an, nun doch endlich in Rente gehen zu wollen. „Am Ende der Saison werde ich aufhören zu trainieren. Es ist Zeit, basta zu sagen.“
DPA

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