Davis Cup ohne Stars

von Redaktion

Auch Struff sagt für Israel-Auftakt ab

Vilnius – Alexander Zverev kuriert seinen Finalkater aus, Jan-Lennard Struff ist krank – doch einen erfolgreichen Start ins Davis-Cup-Jahr haben die deutschen Tennisspieler auch ohne ihre beiden Topleute fest im Blick. „Gegen Israel gehen wir als klarer Favorit in die Qualifikationsrunde“, sagte Teamchef Michael Kohlmann, der mal wieder auf eine B-Auswahl zurückgreifen muss.

Das liegt vor allem am Weltranglistenzweiten Zverev, dessen Fehlen im litauischen Vilnius, wo die Partie am Freitag (17.30 Uhr) und Samstag (13.30 Uhr/jeweils Tennis Channel) aufgrund der unsicheren politischen Lage in Israel ausgetragen wird, schon frühzeitig bekannt war. Der Topstar lehnt den Modus ab, nach seiner bitteren Finalniederlage bei den Australian Open gegen Jannik Sinner machte sich Zverev rar und schaltete ab.

Zu Lasten von Kohlmann und der Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB). „Es zeichnet uns aus, dass wir seit Jahren auf den gleichen Kern an Spielern mit viel Erfahrung zurückgreifen können, die immer bereit und in der Lage sind, im DTB-Dress ihre Bestleistungen abzurufen“, sagte Kohlmann zu seiner Nominierung – Zverev entfernt sich aber mehr und mehr von diesem Kern.

In der jüngeren Vergangenheit sagte Zverev seine Teilnahme am Davis Cup immer wieder ab, auch beim Finalturnier im November in Malaga fehlte er offiziell aus Regenerationsgründen. Dabei stört ihn vor allem der Modus. In seinem Podcast „Von A bis Z“ mit seinem Bruder Mischa machte er deutlich: „Das ist nur ein Schauturnier. Im alten Format würde ich jedes Mal spielen.“

Zwar bewegt sich der Modus in diesem Jahr wieder in diese Richtung, den Abschluss bildet aber bis 2029 ein Finalturnier in Italien; 2025 ist Bologna (18. bis 23. November) Ausrichter. Und so müssen es andere richten für den DTB, in Vilnius fehlt zudem auch noch Struff krankheitsbedingt. Kohlmann nominierte Daniel Masur nach, ansonsten setzt der Teamchef auf Yannick Hanfmann, Maximilian Marterer und die Doppelspezialisten Tim Pütz und Kevin Krawietz.
SID

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