Augsburg – Nach einem Böllerwurf mit einem Dutzend Verletzten bei einem Bundesligaspiel zwischen dem FC Augsburg und der TSG Hoffenheim muss ein 29-Jähriger ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten gegen das Urteil verworfen. Der Hoffenheim-Anhänger war im April 2024 wegen vorsätzlicher Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung in zwölf Fällen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil sei nunmehr rechtskräftig, sagte Michael Rauh, der Sprecher des Augsburger Landgerichtes. Das Spiel zwischen dem FCA und der TSG (1:1) war am 11. November 2023 mehrere Minuten unterbrochen worden. Sanitäter mussten sich um Verletzte kümmern, es war zunächst sogar ein Terroranschlag nicht ausgeschlossen worden. Die verletzten Zuschauer, darunter vier Kinder, erlitten hauptsächlich Hörschäden. Der heute 29-Jährige hatte während des Verfahrens den Böllerwurf zugegeben und sich bei den Verletzten entschuldigt.
DPA