Aggressiv: Schnee oder Skier werden als „aggressiv“ bezeichnet. Schnee dann, wenn er sehr trocken und die Piste hart ist. Skier dann, wenn die Kanten für den Untergrund zu scharf geschliffen sind und sich dadurch zu sehr in den Schnee eingraben.
Andriften: Kurven sollten auf den Kanten gefahren, bzw. „durchgezogen“ werden. Ist dies dem Läufer beispielsweise aufgrund des Geländes oder der Kurssetzung nicht möglich, rutscht/driftet er die Tore an, fährt also nicht auf Kante, sondern rutscht/driftet hinein.
Außenski/Innenski: Als Innenski wird jener Ski bezeichnet, der beim Fahren einer Kurve „innen“ liegt. Wer etwa eine Linkskurve fährt, müsste dabei vor allem den rechten, also den Außenski belastet. Wird bei einer Kurvenfahrt der Innenski zu stark belastet, gerät der Skiläufer aus dem Gleichgewicht, er rutscht für gewöhnlich weg. Zumeist auch deshalb, weil aufgrund der extremen Innenskilage der Schuh im Schnee aufsetzt. Es gilt das Motto: „Der Außenski ist der Chef.“
Drehend/rund: Kurse mit Toren, die weit aus der Falllinie herausgesetzt sind, werden als „drehend“ bezeichnet – sie müssen „rund“ gefahren werden. Das Gegenteil sind „direkt“ oder „gerade“ gesetzte Kurse.
Haarnadel: Weit aus der Falllinie herausgesetztes Tor, also eine Art Spitzkehre.
Jury: Die WM-(Renn-)Jury besteht aus dem Renndirektor (auch Schiedsrichter genannt) und seinem Stellvertreter (bei Abfahrt und Super-G), dem Technischen Delegierten der FIS, dem Rennleiter (Chief of Race) sowie dem Start- und dem Zielrichter. Eingebunden werden darüber hinaus zwei Verbindungstrainer.
Königsdisziplin: Ist im alpinen Ski-Rennsport die Abfahrt.
Mannschaftsführersitzung: Auf der Mannschaftsführersitzung (Team Captains‘ Meeting/TCM) kommen die Trainer allabendlich zusammen, um mit den Renndirektoren das Programm des Folgetages zu besprechen. Zudem geht es auch um die Geschehnisse des abgelaufenen Tages (wie etwa Stürze).
Setup: Allgemeine Bezeichnungen für das Gesamtpaket aus Schuh, Bindungsplatte und Ski (hier auch Kanten, Schliff) und deren Abstimmung aufeinander.
Präparierung: Rennläufer fahren am liebsten auf einer glatten und griffigen, gerne sogar auf einer eisigen oder vereisten Piste. Die hält länger und erhöht die Chancengleichheit. Das Vereisen beginnt mit der Bewässerung. Wird das Wasser nicht tief genug „hineingeschossen“, besteht die Gefahr, dass die Piste bei starker Beanspruchung oder steigenden Temperaturen „bricht“. Bei warmen Temperaturen wird die Piste gerne mit „Brezlsalz“ oder mit PTX, einem Kunstdünger präpariert, um ihr Wasser zu entziehen und sie haltbar zu machen.
Stockerl: Umgangssprachliche Bezeichnungen für das Siegertreppchen.
Schlagig/Riefen: Wenn eine Piste – meist gegen Ende eines Rennens – schon arg strapaziert ist, bilden sich auf ihr Rillen oder Riefen, meist an den Richtungstoren. Dann ist die Piste unruhig – oder schlagig.
Traverse: Schrägfahrt
Vertikale: Als Vertikale werden direkt nacheinander gesteckte Tore bei einem Slalom bezeichnet.
SID