Löwen angeln sich zwei Verstärkungen

von Redaktion

1860 holt Stürmer Abiama und Linksverteidiger Lucoqui – Schröter fällt lange aus – Muteba nach Illertissen

Die neue Nummer 3 der Löwen: Anderson Lucoqui (27) kommt von Eintracht Braunschweig für links hinten. © TSV 1860

Die neue Nummer 9 der Löwen: Sportchef Christian Werner mit FCK-Leihgabe Dickson Abiama (26). © TSV 1860

München – Wäre Christian Werner ein Leichtathlet, würde man sagen: Auf den letzten Metern ist er am stärksten. Im Sommer machte der Sportchef des TSV 1860 am sogenannten Deadline-Day die Verpflichtung von Soichiro Kozuki klar. Gestern, wenige Stunden vor Ablauf der Winter-Transferfrist, tütete Werner die nächsten Last-Minute-Verstärkungen ein: Vom 1. FC Kaiserslautern leihen die Löwen Stürmer Dickson Abiama (26) aus – und von Eintracht Braunschweig Linksverteidiger Anderson Lucoqui (27). Zudem gab es einen Abgang: Eliot Muteba (21), vor einem Jahr einer von vier späten Werner-Transfers, wechselt auf Leihbasis nach Illertissen.

Nach Sechser Philipp Maier (30, Ulm) sollen zwei weitere zweitligaerprobte Spieler den Tabellen-14. der 3. Liga auf ein besseres Niveau heben. Der dribbelstarke Abiama kann links, rechts und ganz vorne angreifen, gilt als einer der schnellsten Spieler im deutschen Profifußball: In 90 Zweitligaspielen für Fürth und den FCK kam der Nigerianer auf 18 Torbeteiligungen (13 Treffer) – anders als in seinen 24 Erstligaspielen mit dem Kleeblatt (null Tore). Lucoqui schließlich, der bereits am Sonntag erstmals mittrainiert hatte: Aufgewachsen in Leverkusen war der Deutsch-Angolaner in der Jugend für Bayer, Köln und Düsseldorf aktiv. Über Bielefeld wechselte er nach Mainz und zog weiter nach Rostock, wo er erstmals unter Patrick Glöckner trainierte. Seine Bilanz als Profi: 34 x Bundesliga, 50 x 2. Liga plus acht Einsätze für die deutsche U 20-Auswahl. Werner hebt Lucoquis Erfahrung hervor, zudem seine Schnelligkeit und Vielseitigkeit: „Er gibt uns auf der linken Verteidigerposition neue Optionen.“

Getrübt wurde die Freude über die beiden Transfers allerdings durch die schwere Knieverletzung von Morris Schröter. Das Kreuzband ist nach Informationen unserer Zeitung nicht betroffen, andere Bänder soll es aber erwischt haben. Wenn die Löwen Glück haben, steht Schröter im Saisonfinale noch mal zur Verfügung; bis dahin muss das Team seinen Verlust im Kollektiv auffangen. Tim Danhof sprang in Köln ein, in Kürze wird auch Lukas Reich zurückerwartet – und vorne muss jetzt eben Abiama jene Haken schlagen, die in eineinhalb Jahren bei 1860 Schröters Markenzeichen geworden sind. „Ich kann es kaum erwarten, hier loszulegen“, wird die neue Nummer 9 in der Pressemitteilung zitiert.
ULI KELLNER

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