Alexander Straus, FCB-Trainer. © IMAGO/Maul
Szene aus dem Jahr 2021: Die Bayern treffen erneut auf Lyon. © Imago
München – Die Auslosung des Viertelfinales der Champions League am Freitagmittag hat den Frauen des FC Bayern mit Olympique Lyon den Rekordsieger und Vorjahresfinalisten des Wettbewerbes beschert. „Es ist eine gute Sache für uns, gegen ein solches Team zu spielen. Es wird uns zeigen, wo wir stehen“, sagte Trainer Alexander Straus. Das Hinspiel in München, das nach jetzigem Stand im Stadion auf dem Bayern-Campus angepfiffen werden soll, wird am 18. oder 19. März ausgetragen, das Rückspiel findet eine Woche später in Frankreich statt. In einem möglichen Halbfinale würden die Bayern-Frauen auf die Siegerinnen des Viertelfinales zwischen Real Madrid und dem FC Arsenal treffen.
Für die Münchnerinnen kommt es zum Wiedersehen mit den früheren SpielerinnenSara Däbritz und Laura Benkarth, die in Lyon unter Vertrag stehen. „Lyon hat Spielerinnen, die alle individuell auf einem sehr hohen Level spielen. Und das seit vielen Jahren, sie haben eine sehr erfahrene und eingespielte Mannschaft“, sagte Straus, der außerdem vor den bekanntermaßen starken Standards der Französinnen warnte.
Zuletzt spielten die Bayern-Frauen in der Gruppenphase 2021/22 gegen Lyon, auf eine 1:2-Auswärtsniederlage folgte ein 1:0-Heimsieg. „Die letzten Spiele gegen Lyon waren immer sehr eng, wir konnten sie auch schon schlagen. Zudem haben wir als Team in den letzten Jahren große Schritte nach vorne gemacht. Daher können mit unserer Mannschaft sehr selbstbewusst und optimistisch in die K.o.-Phase gehen“, sagte Verteidigerin Carolin Simon, die 2019 aus Lyon nach München wechselte.
Zunächst einmal steht aber das Bundesliga-Spiel in Hoffenheim am Sonntag (14 Uhr) an. Neuzugang Arianna Caruso wird erstmals im Kader stehen und überraschenderweise auch Sarah Zadrazil, nach deren Muskelfaserriss ursprünglich von mehreren Wochen Ausfallzeit die Rede war. Im Hinspiel hatten die Bayern-Frauen mit 5:1 gegen Hoffenheim gewonnen, allerdings musste die TSG im vergangenen Sommer auch einen großen Umbruch inklusive Trainerwechsel verkraften. „Dafür haben sie etwas Zeit gebraucht. Jetzt macht Hoffenheim einen deutlich stärkeren Eindruck als damals. Das Spiel wird eine große Herausforderung für uns“, sagte Straus.
CHRISTIAN STÜWE