Für Bayern beißt Sané auf die Zähne

von Redaktion

Nach Lebensmittelvergiftung traf der Offensiv-Star gegen Bremen

Leistung auf Knopfdruck: Sané gegen Bremen. © Imago

München – Leroy Sané lässt sich offenbar von nichts unterkriegen. Beim 3:0 am vergangenen Freitag gegen Werder Bremen wurde der Offensiv-Star des FC Bayern in der 81. Minute eingewechselt. Sekunden später erzielte er das vorentscheidende zweite Tor der Münchner. Was kaum einer weiß: Nach unseren Informationen hatte Sané zwei Tage vor dem Bundesliga-Spiel mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen. Deshalb musste er nachts sogar ins Krankenhaus. Während Serge Gnabry, den tagelang eine Bronchitis zu schaffen machte, gegen Bremen nicht im Kader stand, meldete sich Sané rechtzeitig zurück. Und zeigte quasi auf Knopfdruck Leistung.

Der Tempo-Dribbler ist kein Jammerer. Das bewies er schon in der Vorsaison unter Ex-Coach Thomas Tuchel. Monatelang plagte Sané eine Schambeinentzündung. Anstatt sich auszukurieren, stellte er sich in den Dienst der Mannschaft. In der Rückrunde biss er – auch wegen der Chancen der Münchner in der Champions League – die Zähne zusammen, er zeigte trotz Schmerzen starke Leistungen im Viertelfinale gegen Arsenal und im Halbfinale gegen Real Madrid.

Nach der Heim-EM mit der deutschen Nationalmannschaft musste sich Sané dann einer notwendigen Leisten-Operation unterziehen, weswegen er die Vorbereitung auf die neue Saison zu einem großen Teil verpasste und anschließend erst behutsam an die erste Elf herangeführt werden konnte. Trotzdem ist Sané hinter Neuzugang Michael Olise mit acht Toren und zwei Assists der gefährlichste Flügelspieler der Bayern.

Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Und dann? Der bei den Mitspielern beliebte Sané würde gerne in München bleiben. Die Bosse um Sportvorstand Max Eberl wünschen sich von den Stars stets „Commitment“, zögern allerdings seit Monaten. Dabei hatte man im Frühjahr 2024 noch den Eindruck, den Münchnern könne es nicht schnell genug mit einem neuen Arbeitspapier gehen. Je länger Eberl & Co. mit einem Vertragsangebot warten, desto mehr kommt auch der Verein unter Druck. Denn ablösefreie Abgänge will man je tunlichst vermeiden.
P. KESSLER, H. RAIF

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