DEL2

Pasanen verkneift sich Schiedsrichter-Monolog

von Redaktion

Entscheidungen gegen Rosenheim verärgern den Trainer – Nur ein Punkt

Rosenheim – Es war eins der schlechteren Wochenenden für die Starbulls in der DEL2: Nur ein Punkt beim 3:4 nach Overtime in Bad Nauheim und dann auch noch die 0:3-Heimniederlage gegen Ravensburg – dem Team einen Vorwurf zu machen oder gar Kritik zu üben wäre allerdings falsch. Die Rosenheimer zeigten trotz „kurzer Bank“ und mit vielen jungen Spielern im Kader gute Leistungen.

Einer war aber nach dem Sonntag-Heimspiel trotzdem stinksauer: Trainer Jari Pasanen. Wenn der Deutsch-Finne eigentlich viel zu sagen hätte („Ich könnte zehn Minuten lang einen Monolog über die Schiedsrichter führen“), sich aber auf die Zunge beißt und lieber zu dem Thema „gar nichts sagen will“, dann ist er angefressen. Gegen Ravensburg ging es um den vierten Tabellenplatz, der nach der Hauptrunde das Heimrecht im Viertelfinale bedeutet. Nach dem 0:3 liegen die Starbulls vier Punkte hinter Ravensburg, das auch noch ein Spiel weniger absolviert hat.

Die Partie war gut und ausgeglichen, als die Schiedsrichter beim Stand von 0:0 in das Geschehen eingriffen. Stürmer Lukas Laub, sonst ein eher ruhigerer Zeitgenosse auf dem Eis, erhielt nach einer Rauferei eine 5 plus 5 plus eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, während sein Konkurrent nur eine fünfminütige Strafe erhielt. Die Schiedsrichter wollten bei Laub ein sogenanntes „slew footing“ gesehen haben. Laub soll Gegenspieler Santos mit seinem Bein von hinten die Füße weggezogen haben.

Die Schiedsrichter blieben ihrer Linie treu. Rosenheims Ville Järveläinen bekam zwei Strafminuten, die Schiedsrichter unterstellten ihm eine Schwalbe, obwohl er mit einem hohen Stock zu Fall gebracht worden und der Helm beschädigt war.
HANS-J. ZIEGLER

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