Halle-Sportdirektor Daniel Meyer. © Schmidt/DPA
Jena – Die Vereine aus der Regionalliga Nordost haben erneut eine Reform der Aufstiegsregelung in die 3. Liga gefordert. Am Mittwoch vertraten Verantwortliche des Halleschen FC, des FSV Zwickau, des Chemnitzer FC, von Carl Zeiss Jena sowie Rot-Weiß Erfurt auf einer Pressekonferenz in Chemnitz die Interessen von insgesamt 17 Klubs aus dem Nordosten und präsentierten Lösungsvorschläge unter dem Motto „Aufstiegsreform 2025“.
„Meister müssen aufsteigen – alles andere widerspricht dem Fairplay-Gedanken“, wird Jena-Präsident Ralph Grillitsch in einer Mitteilung zitiert. Die Vereine würden sich in dem Prozess konstruktiv einbringen wollen: „Die Aufstiegsreform muss auf die Agenda des DFB-Bundestages 2025. Dort muss endlich eine gerechte und mehrheitsfähige Lösung geschaffen werden.“
Im Mittelpunkt der drei Vorschläge der Initiative steht eine Reduzierung der derzeit fünf Regionalligen (Nord, Nordost, West, Südwest, Bayern) auf vier Staffeln (Nord, Ost, Süd, West), die auf jeweils 20 Teams aufgestockt werden sollen. Jeder Staffelmeister würde demnach direkt aufsteigen. Ein weiterer Ansatz der Vereine sind Meister-Play-offs „mit gerechter finanzieller Verteilung“ bei denen die fünf Regionalliga-Meister in einem „Jeder gegen jeden“-Format um den Aufstieg spielen und die vier besten Klubs aufsteigen. Einnahmen aus der TV-Vermarktung sollen unter den Play-off-Teilnehmern gleichmäßig aufgeteilt werden. Der dritte Vorschlag sieht eine Aufstockung der 3. Liga von derzeit 20 auf 22 Teams sowie eine viergleisige Regionalliga vor, in der jeder Meister aufsteigt. Zudem sollen die zweiten Mannschaften in einer eigenen U23-Liga zusammengefasst werden.