Die erste Club-WM mit 32 Mannschaften wird zu einer extremen Herausforderung. Karl-Heinz Rummenigge ist ein Fan davon – und hat einen Rat an die Spieler. „Unsere Spieler sollen aufhören zu jammern! Die ganzen Vertragsverhandlungen, die ich bei uns miterlebe, gehen immer nur in eine Richtung: immer höher, immer weiter, immer schneller. Irgendwo muss das viele Geld aber herkommen“, sagte der 69-Jährige im Interview der „Sport Bild“.
Rummenigge als Aufsichtsrat der Münchner ist ein Befürworter der neuen Club-WM mit 32 Mannschaften. Der Vorgänger mit sieben Mannschaften im Winter sei noch langweilig gewesen, meinte Rummenigge. „Als Champions-League-Sieger bist du hingeflogen und wusstest schon, dass du mit einem Pokal mehr im Gepäck zurückkommst. Alles, was programmiert und nicht emotionalisiert ist, erreicht die Fans nicht“, sagte er.
Die Belastung ist aber nicht wegzudiskutieren. Während etwa die Bundesliga-Kollegen von Jamal Musiala spätestens in der ersten Juni-Hälfte in die Sommerpause gehen können, müssen die Münchner und Dortmunder Stars weiter ran. Erst am 13. Juli wird das letzte Spiel der Saison angepfiffen und der Club-Weltmeister gekürt.
Unverständnis für Nations League Absage
Auch auf die Ablehnung der Stadt München gegen eine mögliche Austragung des Final-Four-Turniers der Nations League im Sommer hat Rummenigge reagiert. „Ich fände es peinlich“, sagte der Aufsichtsrat des FC Bayern über die Pläne des Münchner Stadtrats, der UEFA und dem DFB eine Absage zu erteilen.
„Wie oft bekommt ein Land, eine Stadt ein Final Four auf dem Silbertablett präsentiert?“. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte das klare Nein zum „Nations-League-Dingsda“ mit dem zu hohen organisatorischen Aufwand erklärt.
DPA, SID