Die DEG auf Zweitliga-Niveau

von Redaktion

DEL-Rekordniederlage in Berlin – Abstiegskampf mit Iserlohn und Augsburg

Bedient: Die Spieler der DEG in Berlin. © dpa/ Gora

Berlin – Alexander Blank war bedient. Noch vor wenigen Tagen erhielt der Stürmer der Düsseldorfer EG die Kapitänsehre in der U25-Nationalmannschaft, nach der Länderspielpause folgte im Abstiegskampf der Deutschen Eishockey Liga (DEL) der Tiefschlag. Mit 2:10 ging die DEG im Nachholspiel bei Meister Eisbären Berlin unter – ein historisches Debakel.

Nach 34 Sekunden kassierte Düsseldorf das 0:1. Am Ende des ersten Drittels stand es 0:4, nach 33 Minuten 0:7. In der 36. Minute erklärte Torhüter Henrik Haukeland beim Stand von 1:8 seinen Arbeitstag für beendet, er übergab an Nikita Quapp. Schon vor einigen Wochen beim 0:8 zuhause gegen München hatte der Norweger Haukeland kapituliert (und damals seinen Schläger zertrümmert).

„Das war schlecht, mehr kann ich dazu einfach nicht sagen“, meinte Blank (23) bei MagentaSport nach der höchsten Niederlage der Düsseldorfer DEL-Geschichte. Das tat der Center dann aber doch, und wählte drastische Worte.

„So kannst du nicht aus der Länderspielpause zurückkommen“, führte der gebürtige Berliner fort: „Wenn du in der Formtabelle im Januar noch auf Platz drei oder vier stehst und dann aus der Februar-Pause zurückkommst und so eine Scheiße zusammenspielst – also ich glaube, so hätten wir in der 2. Liga nicht mal einen Punkt geholt.“

Diese droht nun immer mehr. Zwar arbeitete sich der achtmalige Meister mit sechs Siegen aus neun Spielen zum Start des neuen Jahres vom letzten auf Rang zwölf vor, der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt nun aber nur noch einen Punkt. Immerhin verlor auch Konkurrent Iserlohn Roosters unter Leitung ihres neuen Trainers Franz-David Fritzmeier am Mittwochabend nach 2:0-Führung mit 2:5 (2:0, 0:3, 0:2) bei den zuletzt kriselnden Fischtown Pinguins Bremerhaven.

Die Sauerländer empfangen am Freitag die DEG zum Kellerduell. Nach dem misslungenen Auftakt in die heißen letzten Wochen der Hauptrunde wünscht sich sicher nicht nur Blank eine Reaktion. In den Abstiegskampf verwickelt sind auch die Augsburger Panther. Sie waren schon abgeschlagen, holten aus den drei Spielen vor der Pause aber acht Punkte. Sie steigen am Freitag in Frankfurt wieder ein. Pikant ist ihr Spielplan: Die letzten beiden von neun verbleibenden Partien gehen gegen Iserlohn und Düsseldorf.
SID/GÜK

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