Das letzte Puzzlestück

von Redaktion

Bayern-Sportvorstand Eberl über Vertragspoker mit Kimmich: „Joshua will bleiben“

Der DFB-Kapitän (re.) soll sich in den nächsten Wochen entscheiden. © Becker/dpa

Max Eberl will Kimmich halten. © Haesler/Imago

München – Nach den Vertragsverlängerungen von Alphonso Davies und Jamal Musiala ist Joshua Kimmich die letzte große Personalie, die Sportvorstand Max Eberl für den Bayernkader der Zukunft lösen muss. Der DFB-Kapitän, dessen Vertrag aktuell weiter im Sommer 2025 ausläuft, soll unbedingt in München bleiben – und ein ablösefreier Abgang vermieden werden. Nach dem Topspiel gegen Leverkusen (0:0) erklärte Eberl nun erstmals ausführlich den Stand im Vertragspoker.

„Wir haben jetzt mit Manu, Alphonso und Jamal drei wichtige Vertragsverlängerungen vorgenommen. Wir haben klar signalisiert, dass wir die Mannschaft zusammenhalten wollen. Das ist auch ein Zeichen für Joshua Kimmich, der perspektivisch Kapitän von Bayern München werden soll, wenn Manuel Neuer seine Karriere beendet“, erklärte Eberl nach Abpfiff in der Talkrunde „Sky90“. Zudem stellte er klar: „Joshua will bei Bayern bleiben – sonst würden wir ja nicht reden. Er hat große Ziele mit dem Verein und will mit uns die Champions League gewinnen.“

Auch Sportdirektor Christoph Freund zeigte sich optimistisch, dass bald Klarheit herrschen wird. „Es wird sicher nicht mehr ewig dauern. Wir wollen uns nicht auf einen Zeitraum festlegen, aber ich denke, es handelt sich nur noch um Wochen. Der FC Bayern braucht Planungssicherheit“, so Freund.

Tatsächlich hatte Kimmich stets betont, dass seine Zukunft beim FC Bayern auch davon abhängt, wie sich der Kader und damit die Titelchancen entwickelt. Nach Informationen unserer Zeitung war der Rekordmeister stets der erste Ansprechpartner. Kimmich selbst äußerte sich am Samstag im Sportstudio zu seiner Vertragssituation – und ob die Verlängerung von Musiala Einfluss hat: „Definitiv ist Jamal ein wichtiger Spieler für die Zukunft des FC Bayern. Natürlich mache ich meine Entscheidung nicht von einem Spieler abhängig. Aber ich habe ja vor ein paar Wochen mal gesagt, dass es für mich wichtig ist, zu sehen, was im Verein passiert, dazu gehört natürlich auch die eine oder andere Personalie“, sagte der Sechser. „Das Bild wird klarer.“

Danach erlaubte sich Kimmich zum Abschluss aber noch einen kleinen Scherz: Als der ZDF-Reporter Kimmichs Optionen auflistete, entgegnet er dieser: „Was wäre dann Ihr Ratschlag?“ Auf dessen prompte Antwort „Bayern! Für die Bundesliga wäre das super“, reagierte Kimmich lachend und sagte: „Den Ratschlag nehme ich mit nach Hause.“
V. TSCHIRPKE, M. BONKE

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