Schwer angefressen: Bob-Ass Kim Kalicki. © Wendt/dpa
Lillehammer – Trotz einer herausragenden Saisonbilanz bröckelt ein Jahr vor den Olympischen Spielen der Zusammenhalt zwischen den deutschen Bob-Pilotinnen. „Ich sag mal so, normalerweise heißt es Team Deutschland, aber das war diese Woche gar nicht so“, sagte Kim Kalicki nach dem Weltcup-Abschluss in Lillehammer aufgebracht: „Jeder kämpft für sich allein.“
Die Wiesbadenerin ging nicht weiter ins Detail, machte aus ihrer Freude über den zweiten Platz im Zweier-Gesamtweltcup, den sie sich hinter Olympiasiegerin Laura Nolte und vor Lisa Buckwitz sicherte, aber keinen Hehl: „Da hat das Karma zum richtigen Zeitpunk zugeschlagen.“
Bundestrainer René Spies zeigte sich nicht überrascht, geht mit der Unruhe in seinem Team aber entspannt um. „Es geht Richtung Olympia. Das ist keine neue Situation. Für mich geht es einfach darum, dass alles im Rahmen bleibt“, sagte Spies: „ Solange alles im Rahmen bleibt, ist das nicht negativ, wenn die Konkurrenzsituation im deutschen Team sehr hoch ist.“ Er wisse worum es geht, so Spies, könne „über Interna“ aber nicht sprechen.
SID