Neuer hält stark und schwächelt am Ball

von Redaktion

München – Manuel Neuer war gegen Bayer Leverkusen der wichtigste Bayernspieler. Mit seinen Paraden hielt der Torwart gleich mehrfach den Punkt fest – vor allem seine Rettungsaktionen gegen Florian Wirtz zu Beginn der Partie und der überragende Reflex gegen Bayers Amine Adli kurz vor Spielende waren dabei herausragend.

Der Torwart zeigte dabei Qualitäten, die ihm zuletzt oft abgesprochen wurden. Neuer hatte auf der Linie in dieser Saison zwar keine schweren Patzer (sondern hatte eher beim Timing im Rauslaufen Probleme), die „unhaltbaren Bälle“ konnte er aber auch seltener parieren. In Leverkusen ist es ihm nun mehrfach gelungen, extrem schwierige Abschlüsse der Alonso-Mannschaft abzuwehren und sich so auch im Torwartspiel auf der Linie auszuzeichnen.

„Es hat sich heute sehr viel rund um seinen Sechzehner abgespielt. Eigentlich ein ungewohntes Spiel für einen Torwart von Bayern München“, erklärte Christoph Freund. „Aber er hat es super gemacht. Er hatte viele gute Szenen und die wichtigen Bälle einfach gehalten. Es war eine sehr sehr gute Leistung von Manu.“

Am Fuß zeigte der Keeper dagegen Schwächen, die für den spielerisch starken Keeper ungewohnt waren. Immer wieder schaffte es Neuer nicht, in Leverkusener Drucksituationen einen Ball auf die Flügel oder auf die Sechser zu schlagen, um das Bayer-Pressing zu überspielen. Das lag auch an der Taktik der Werkself, die über 90 Minuten Mann-gegen-Mann verteidigte. Neuer musste deshalb mehrere Bälle nach vorne schlagen, anstatt einen möglichen Konter einzuleiten.

„Wir haben wenig kreiert, Leverkusen hatte einen guten Tag und hat uns unter Druck gesetzt. Es war schwer, die richtigen Räume zu finden“, beschrieb der Torwart die für den Rekordmeister ungewöhnlichen Druckwellen des Gegners. „Leverkusen ist aggressiv angelaufen, unser Training in der Defensive hat sich ausgezahlt. Wir hatten viele Spieler hinten, das haben wir gut gemacht.“
VT, BOK

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