1:0-Heimsieg dank Torjägerin Pernille Harder. © IMAGO
München – Die Bayern-Frauen haben am Sonntagnachmittag in der Frauen-Bundesliga eine Leistung geboten, die stark an die der Herren erinnert. Im ausverkauften Heimspiel am FC Bayern Campus gegen Werder Bremen setzte das Team von Trainer Alexander Straus auf Dominanz, sicheres Passspiel und hohes Pressing – ohne dabei das ganz große Spektakel zu bieten. Am Ende stand ein knapper 1:0-Heimsieg. Da Wolfsburg im Verfolgerduell 6:1 gegen Eintracht Frankfurt siegte, übernehmen die Bayern-Frauen mit 38 Punkten die Tabellenspitze.
Nach dem kräftezehrenden Pokalspiel gegen Frankfurt am Mittwoch, das die Bayern-Frauen erst nach Verlängerung mit 4:1 gewannen, wechselte Staus gleich fünf Mal. Sembrant, Hansen, Zigiotti, Damnjanovic und Tanikawa rückten für Eriksson, Gwinn, Sehitler, Schüller sowie Lohmann in die Startelf – Letztere hatte sich beim Aufwärmen verletzt.
Trotz müder Beine starteten die Münchnerinnen gewohnt dominant: In der zweiten Minute flankte Carolin Simon einen scharfen Ball aus dem linken Halbfeld an den Fünfmeterraum, doch Pernille Harders Kopfball strich knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 16. Minute wiederholte sich die Szene: Simon flankte erneut präzise auf den zweiten Pfosten, wo Harder sich von ihrer Gegenspielerin abgesetzt hatte und unbedrängt zur Führung einschob.
Mit der Führung im Rücken schalteten die Gastgeberinnen allerdings in den Verwaltungsmodus – viel Ballbesitz und Kontrolle. Eine der wenigen Tormöglichkeiten in dieser Phase war Bühl’s Chance in der 27. Minute. Werder, die nach ihrem 1:0-Sieg im Pokal gegen Leverkusen diszipliniert verteidigten, blieb in der ersten Hälfte ohne Torschuss.
Ein ähnliches Bild bot sich auch in Halbzeit zwei: Bayern dominierte das Spiel, ohne zu glänzen, während Werder nach vorne nahezu unsichtbar blieb – ihre wenigen Angriffe waren zu ungenau, um Gefahr zu erzeugen. Auf der anderen Seite kamen die Münchnerinnen nur nach Standards zu Chancen (47., 60.).
Und da Bühl in der Schlussphase die beiden einzigen nennenswerten Chancen vergab, blieb es am Ende bei einem knappen, aber verdienten 1:0-Heimsieg.
FREDERIC RIST