„Druck? Mache ich mir selbst“

von Redaktion

Bayerns Jamal Musiala über die hohen Erwartungen an ihn

Abgetaucht: Die Augen richten sich derzeit vor allem auf Musiala. © Hoppe/dpa

Für Bayern-Trainer Kompany ist Musiala unverzichtbarer Teil der Mannschaft. © Weis/Imago

Musiala, hier beim Hinspiel gegen Celtic, hat seinen Vertrag beim Rekordmeister jüngst bis 2030 verlängert. © Hoppe/dpa

München – Bayern Münchens Jungstar Jamal Musiala nimmt den riesigen Druck, der auf ihm lastet, so gelassen wie möglich. „Ich bin schon immer sehr selbstkritisch. Ich gucke immer, was ich besser machen kann. Ich mache mir den Druck selbst“, sagte der 21-Jährige vor dem Playoff-Rückspiel des deutschen Rekordmeisters in der Champions League gestern (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) gegen Celtic Glasgow.

Musiala hatte erst am Freitag seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2030 verlängert. Er gilt neben Florian Wirtz von Bayer Leverkusen als größtes Versprechen im deutschen Fußball. Die Erwartungshaltung an den Zauberfuß ist entsprechend hoch. Doch Musiala will sich davon nicht beeinflussen lassen.

Sein Rezept: „Nicht so viel auf Social Media und keine Kommentare lesen. Das braucht man nicht“, sagte der Nationalspieler. Er arbeite ohnehin „hart, um mich zu verbessern. Den Push habe ich selbst. Da muss ich nicht lesen, was gesagt wird.“

Gegen Celtic war ein Weiterkommen nach dem 2:1-Hinspielerfolg für die Bayern Pflicht. Allerdings wirkte beim Rekordmeister noch das glückliche 0:0 im Ligagipfel gegen Bayer Leverkusen leicht nach. So etwas habe der FC Bayern „noch nicht erlebt. Normalerweise haben wir viel Ballbesitz. Aber auch daraus können wir für die Spiele, die jetzt kommen, lernen“, betonte Musiala.

Die Bayern hatten in der Offensive historisch wenig Aktionen. Positiv sei dennoch, ergänzte der Münchner Dribbelkünstler, „dass wir nicht verloren haben, auch wenn es nicht unser bester Tag war. Das ist ein gutes Signal. Die Null zu halten, ist das, was man braucht, wenn wir weit kommen wollen.“ Man müsse in den Wochen der Wahrheit, fügte Musiala an, „zu 100 Prozent da sein“. Man dürfe nicht, wie schon öfter geschehen, „stark anfangen und dann nachlassen und hoffen, dass wir gewinnen“.

Sein Ziel? Natürlich auch das CL-Finale in der Allianz Arena, wo die Bayern das Endspiel 2012 auf dramatische Weise gegen Chelsea verloren. „Ich war 2012 in England, daher weiß ich nicht mehr genau, wie der Hype hier war. Aber ich habe den Hype in England mitbekommen, und jetzt will jeder von uns im Finale dabei sein – aber wir dürfen nicht zu früh zu weit nach vorne schauen. Wir müssen Schritt für Schritt gehen und wir hoffen, dass wir am Ende dabei sind.“

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