Kann er die Hertha retten? Fiél-Nachfolger Leitl © dpa
Berlin – Stefan Leitl hatte es eilig. Der neue Hoffnungsträger von Hertha BSC marschierte dick eingepackt in seiner Winterjacke, mit Mütze und Handschuhen schon 25 Minuten vor dem Training auf den Rasen, danach scheuchte er seine Spieler bei der ersten Einheit über den Schenckendorffplatz und posierte anschließend trotz klirrender Kälte gut gelaunt für Selfies.
„Wir konnten nicht abwarten, heute mit den Jungs auf den Platz zu kommen“, sagte Leitl dann bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des kriselnden Hauptstadtklubs, der 47-Jährige hat keine Zeit zu verlieren. Gleich bei seinem ersten Spiel am Freitag zu Hause im Olympiastadion gegen seinen Ex-Club 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr/Sky) soll der „Turnaround“ gelingen, sagte Leitl: „Um wieder das Gefühl eines Sieges zu spüren, das die Mannschaft braucht, das wir alle brauchen.“ Den Fans versprach Leitl, dass das Team ans „Limit“ gehen werde, „um drei Punkte zu holen“.
Zu Saisonbeginn hatten sie in Berlin vom Aufstieg in die Bundesliga geträumt, nun, nach vier Pleiten in Serie, droht gar der Absturz in die Drittklassigkeit. Doch mit einem solchen Horrorszenario will sich Leitl, der erst vor knapp zwei Monaten bei Hannover 96 entlassen worden war, trotz Tabellenplatz 14 und nur noch fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang gar nicht erst beschäftigen.
„Ich will jetzt nicht vom Abstieg sprechen, sondern es geht darum, dass wir in die Punkte kommen“, sagte der Nachfolger von Cristian Fiél: „Und die Mannschaft hat in vielen Spielen und auch in der Hinrunde bewiesen, zu was sie imstande ist. Und das wollen wir rauskitzeln aus den Jungs. Wir wollen wieder erfolgreicher sein.“
SID